Kennen wir das nicht alle? Die Tage werden kürzer, die Temperaturen fallen und schon läuft die Nase. Eine Erkältung ist im Anmarsch. Pünktlich zum Herbst rollt auch jetzt wieder die erste größere Erkältungswelle an. Daher ist es wichtig, ein stabiles und nicht gestresstes Immunsystem zu haben. Doch nicht nur im Herbst & Winter gibt es Menschen, die sehr anfällig für Infekte sind. Einmal kurz am kalten Fenster gesessen oder Straßenbahn gefahren und schon rebelliert das System und sie werden krank.

Interessantes Beispiel: Vor einiger Zeit kam eine Klientin mit einem großen Wunsch zu mir – sie wollte nicht mehr so häufig krank werden bzw. nicht die gesamte kalte Jahreszeit mit Halsschmerzen, Erkältung oder Schlimmeren verbringen. Zudem waren ihre Energiereserven im Alltag sehr schwach und sie fühlte sich häufig müde oder abgeschlagen. Also alles, nur nicht leistungsfähig.

Ungesunde Ernährung, viel Stress, wenig Schlaf – das Immunsystem macht schlapp

und eine Party zu feiern. Im ungünstigeren Fall genesen wir gar nicht vollständig und fühlen uns für sehr lange Zeit immer latent an der Grenze zum Krankwerden oder -bleiben. Aber: ich bin doch nicht so krank, um im Bett zu liegen oder nicht auf Arbeit gehen zu können. Eher bewege ich mich mit angezogener Handbremse durchs Leben.

Man kann nicht pauschalisieren, welche Faktoren das Immunsystem bei jedem Einzelnen beeinflussen. Das Immunsystem ist ein hochkomplexes wie geniales Konstrukt unseres Körpers. Haben wir häufig Eindringlinge (Allergien, Parasiten, Pilze, Stress, Viren, Schwermetalle) in unserem System, so kämpft das Immunsystem ständig dagegen an. Das frisst regelrecht Energie und Ressourcen. Also kein Wunder, warum wir uns bei einer Erkältung so schlapp und müde fühlen. Der Körper muss haushalten und sich auf das Wesentliche konzentrieren. In dem Fall – gesund werden.

Kurzer Exkurs zu unserem Immunsystem: Erste Schutzmauer sind unsere Haut und die Schleimhäute. Im Normalfall haben es die Eindringlinge hier schon schwer vorbeizukommen, wenn wir in einem guten Zustand sind. In der nächsten Verteidigungslinie kommt die „angeborene Immunkompetenz“ auf die Tagesordnung. Jetzt beginnt ein Wunderwerk an Mechanismen, das uns dabei hilft, diese Eindringlinge abzuwehren.

Sich diesem Thema zu nähern, ist äußerst komplex, da es von so vielen Faktoren abhängt. Letztendlich soll die Arbeit des Immunsystems so unterstützt werden, sodass die Kompetenz des Immunsystem wieder zunimmt und nicht mehr so viele Nebenkriegsschauplätze zu bewältigen sind.

Um das Immunsystem zu stärken, sollte man nicht alle Themen auf einmal angehen, sondern die Therapie Schritt für Schritt aufbauen.

Aus meiner Erfahrung ist es wichtig, nicht alles auf einmal zu starten, um auch zu erkennen, welche Maßnahmen das System positiv beeinflussen können. Im Falle meiner Klientin haben wir uns bei den ersten Schritten auf die Ernährung mit Blick auf das Thema Entzündungen konzentriert. Nach einem individuellen Fastenplan inklusive gezielten Aufbau des Darms war schon viel mehr Energie vorhanden. Auch die Infektanfälligkeit wurde besser, aber war noch nicht gut. Damit das Immunsystem weitere Unterstützung bekommt, haben wir uns nach Diagnostik und Analyse für die Supplementierung mit Nahrungsergänzungen entschieden. Hierbei gibt es einige Vitamine (C & D) oder auch Spurenelemente (Zink & Selen), denen eine positive Wirkung nachgesagt wird. Ebenso wäre Omega 3 in diesem Zusammenhang ein guter Ansatz.

Sobald die Energie wieder dazugekommen ist, haben wir uns mit dem Thema Bewegung auseinandergesetzt. Die unterschiedlichen Funktionen des Immunsystems können durch gezieltes Training aktiviert werden. Damit allerdings keine weiteren Entzündungen entstehen, macht es Sinn, hier vorerst in einem moderaten Bereich aktiv zu werden.

Neben gesunder Ernährung und moderater Bewegung gibt es noch weitere Faktoren, die wichtig für ein intaktes Immunsystem sind. Ich frage meine Klienten z.B.  nach ihrem Stresslevel und Stressmanagement, der Qualität des Schlafes und ihrer allgemeinen Zufriedenheit. Gerade Stress kann zu großen Einschränkungen im Wohlempfinden führen, weil der Körper permanent im Fluchtmodus steckt. Hier habe ich bereits über die Auswirkungen von zuviel Stress geschrieben. Es hilft, sich selbst zu reflektieren und zu überlegen, welche Gedanken aktuell meine Ruhephasen bestimmen oder was mich nicht zur Ruhe kommen lässt. Versuche ich sogar, mich mit Netflix Marathon, putzen oder feiern abzulenken, um mich nicht mit unangenehmen Gedanken auseinandersetzen zu müssen?

Auch seelische Belastungen ziehen unserem Immunsystem Energien ab

Wie schaut es mit gutem und erholsamen Schlaf aus? Auch da frage ich, ob es z.B. immer gleiche Zeiten gibt, wann man aufwacht. Was will mir meine Organuhr damit sagen? Wann und was esse ich vor dem Schlafengehen? Gibt es möglicherweise Entspannungstechniken, die das Einschlafen erleichtern können? Mehr zu gutem Schlaf gibt es hier.

Körper und Geist gehören untrennbar zusammen. Daher haben Aussagen wie “Ich habe die Nase voll” oder “Das schlägt mir auf den Magen” auch einen Bezug zur eigenen Zufriedenheit. Wie steht es denn um meine Bedürfnisse? Kenne ich die überhaupt? Und welche Werte sind mir wichtig? Kann ich auch danach leben oder kämpfe ich mich mit leidigen Kompromissen durch? Wenn ich ständig eine Erkältung herumschleppe oder immer wieder Probleme mit dem Magen habe, sendet der Körper damit ein Warnsignal. Etwas läuft schief. Vielleicht stimmt die Richtung nicht. Oder das Tempo (nicht das Taschentuch 🙂 ) Ich empfehle jedoch nicht, im Akutzustand eine Komplettinventur der Seele zu machen, aber hin und wieder zu hinterfragen, ob sich das Leben gut anfühlt.

Wenn Sie sich angesprochen fühlen und sich Unterstützung auf Ihrem Weg zu einem stärkeren Immunsystem und mehr Vitalität wünschen, kontaktieren Sie mich gern.