Muskeltier Meeting Vol. 4

Gemeinsam mehr bewegen ist nicht nur eine Phrase. Danach lebe ich im Rahmen de PREMIUM PERSONAL TRAINER CLUBs und auch in Form der „Muskeltiere“. Dieses Mal fand unser Jahrestreffen in kleiner Runde bei Timo Bartel in seinen Spielräumen in Darmstadt statt.

 

Auch dieses Jahr haben wir uns Referenten eingeladen, die Experten auf ihrem Gebiet sind. Fasziniert von ihrem Workshop auf der PTC 2017, haben wir Kristina Linn gebeten, uns in einem Tagesworkshop das Faszien Distorsions Modell (FDM) vorzustellen und die damit verbundenen Anwendungsmöglichkeiten in unserer Arbeit. Durch den hohen Anteil an Praxis und aktueller Relevanz für Themen unserer Klienten haben wir extrem viel mitnehmen können und eine andere Sichtweise auf das Thema Körpersprache, Schmerzen und Beschwerdebilder bekommen. Um den Tag später schön ausklingen zu lassen, sind wir mit Decken, Essen und Bewegungsdrang in die Weinberge. Abendessen in geselliger Runde mit Blick in den Sonnenuntergang.

Bereits am nächsten Morgen stand eine weitere Referentin vor der Tür. Silke Fross hat uns eine Einführung in die BALLance Bälle gegeben. Diese wurden vergangenes Jahr bei den NEOS AWARDS zum Produkt des Jahres ausgezeichnet und sind eine wunderbare Unterstützung für die Aufrichtung der Brustwirbelsäule. In den ersten Trainings haben auch meine Klienten den positiven Effekt wahrgenommen.

Genug Weiterbildung – jetzt kommen wir fünf in den Fokus. Ebenso wichtig wie unsere Weiterbildung innerhalb der Runde ist ausreichend Zeit für uns und die Reflektion. Jeder von uns hat in den letzten Wochen und Monaten viel erlebt oder bestimmte Themen, die er in der vertrauten Runde ansprechen möchte. Das ist für mich das Einzigartige. Wir haben einen Kreis geschaffen, wo Freundschaft, Austausch und unsere Arbeit gleichermaßen Beachtung finden. Hier steckt so ein riesiges Potential drin, dass ich immer wieder begeistert bin, welche Möglichkeiten der Weiterentwicklung in solch einem intensiven Wochenende stecken.

Neben Fachwissen, Reflektion und vielen Gesprächen über Business Themen haben wir natürlich die Freude und den Genuss nicht vergessen. Es wurde viel, sehr viel, gelacht. Auch zum Leidwesen unserer Referentinnen. ?

Danke für diese wertschätzende und ehrliche Muskeltier-Runde.

 

Hier ein paar Impressionen von unserem Wochenende:


Was macht den Unterschied?

Letzte Woche konntet ihr hier den ersten Teil zum Thema „Was macht den Unterschied - Erfolg im Personal Training“ aus der Sicht einer Klientin lesen. Im zweiten Teil gibt der Personal Trainer nun selbst einen Einblick in seine Arbeit. Sehr spannend, wie komplex und ganzheitlich Personal Training sein kann. Los geht´s!

Was spricht deiner Ansicht nach für die Arbeit mit einem Personal Trainer?

Ich habe selbst einen eigenen Trainer. Um ehrlich zu sein, habe ich sogar mehrere Trainer. Grund dafür ist, dass ich entweder etwas Bestimmtes lernen, mir bestimmte Fähigkeiten aneignen wollte oder Herausforderungen suchte, denen ich allein nicht gewachsen war. Deshalb ging ich auf die Suche nach einem Experten auf seinem Gebiet, bei dem ich das Gefühl hatte, dass ich gut aufgehoben bin und meine Ziele bzw. Wünsche gemeinsam angegangen werden können.

Da ich seit vielen Jahren nicht nur selbst als PT arbeite, sondern auch Klient bin, kann ich beide Seiten gut beurteilen. Mir ist es sehr wichtig, dass mein Trainer es schafft, mir einen Perspektivwechsel zu ermöglichen und neue Erfahrungen zu machen. Erfahrungen, die mir helfen, mich selbst weiterzuentwickeln, eine Technik zu verbessern oder Klarheit über die nächsten Schritte zu bekommen. Ein typischer Satz, den mein Business Coach regelmäßig hört, wenn er mich fragt was mir heute wichtig ist: „Ich hätte gern einen Ausblick“.

Jeder braucht eine andere Art der Betreuung, da die Ziele und Wünsche immer unterschiedlich sind. Doch genau das ist es, was für die Arbeit mit einem PT spricht. Ein PT ist Experte auf seinem Gebiet und schafft es, gemeinsam mit seinem Klienten einen Weg zu erarbeiten, der alleine nicht möglich wäre.

Wer kommt zu dir?

Zu mir kommen Menschen, die auf ihrem Weg zur Veränderung einen Begleiter suchen. Eine Veränderung hin zu mehr Lebensfreude, Vitalität und ein „Zurück“ zu mehr Leichtigkeit in ihrem Alltag. Dabei sind die initialen Beweggründe mich zu kontaktieren sehr unterschiedlich. Doch haben sie alle eines gemeinsam:

Häufig haben meine Klienten schon einiges ausprobiert, um ihre Ziele zu erreichen. Leider ohne nachhaltigen Erfolg. Nicht selten möchten sich meine Klienten zu Beginn mehr bewegen, mehr Sport machen oder haben ein akutes gesundheitliches Thema. Doch bereits im Kennenlerngespräch wird klar, dass es weit mehr als das ist.

Was können Klienten von dir und deiner Arbeit erwarten und was erwartest du im Gegenzug von deinen (zukünftigen) Klienten?

Das ist eine spannende Frage. Sogar sehr spannend. Schon beim Kennenlernen muss ich einige meiner potentiellen neuen Klienten enttäuschen. Sie wollen von mir wissen, wie sie gesünder und fitter werden oder was sie bei bestimmten Beschwerden machen können. Meine Reaktion ist immer dieselbe. Ich habe keine Ahnung wie es geht. Da schaue ich dann schon mal in erstaunte Gesichter, da sie mich ja extra als Experten aufgesucht haben. Doch es ist die Wahrheit – ich habe keine Ahnung wie es geht. Allerdings erkläre ich dann meine Unfähigkeit: Ich habe in den letzten Jahren sehr viel Erfahrungen gemacht, mir Wissen angeeignet und viele Erfolge damit bewirkt. Das heißt aber keineswegs, dass es bei jedem gleich gut funktioniert. Ich kann nur Angebote machen, bei denen ich erfahrungsgemäß eine gute Resonanz bekomme. Sollte es nicht funktionieren, dann gehen wir einen anderen Weg bis wir für meinen jeweiligen Klienten einen stimmigen Weg gefunden haben. Das ist auch gleich die Überleitung zu dem, was ich von meinen Klienten erwarte: Ich wünsche mir eine große Portion Neugier und die wahrhaftige Bereitschaft für Veränderung. Wenn das mitgebracht wird, dann haben sie einen neuen Begleiter für sehr lange Zeit an ihrer Seite. Natürlich kann ich die Verantwortung für den Erfolg nicht übernehmen, aber den Prozess habe ich mit all meinen Kompetenzen und optimistischen Lächeln im Blick.

Was gehört zu einer guten und aussagekräftigen Ausgangsdiagnostik?

Das ist für jeden meiner Kollegen mit Sicherheit unterschiedlich. Da sich die Konzepte im Personal Training sehr unterscheiden, sollte die Diagnostik auf die Art zu arbeiten abgestimmt sein. Ich gehe mit meinem Konzept eine sehr umfassende Arbeit mit den Menschen an und nehme mir mindestens vier Stunden Zeit für die Diagnostik. So kann ich meinen neuen Klienten von Beginn an abholen und seinen derzeitigen Status quo herausfinden. Daher kann ich dir zumindest sagen, was mir in einer Ausgangsdiagnostik wichtig ist bzw. was ich für einen guten Start in eine wirklich umfassende Betreuung alles mache.

Ich verstehe mich als einen Begleiter auf längere Zeit und möchte daher mein Gegenüber kennenlernen. Ich verschaffe mir gern einen Überblick über den aktuellen Tagesablauf, welche Hobbies meine Klienten gern machen oder schon immer mal ausprobieren wollten, welche Musik sie gern hören oder ob sie eine Lieblingsfarbe haben. Im weiteren Verlauf gehe ich auch auf Vorerkrankungen, akute oder chronische Beschwerden ein oder mache mir ein Bild vom aktuellen Schlafverhalten.

Im nächsten Schritt tauche ich bewusst mit meinen „jungen Wilden“ in das Thema Stress ein. Mir ist bewusst, dass ich den Stress nicht messen kann, aber ich kann die Auswirkungen von Stress im System erkennen. Mit dieser HRV Diagnostik (Herzfrequenzvariabilität) kann ich gut aufzeigen, was die Belastungen des alltäglichen Lebens im System des Klienten für Auswirkungen haben.

Dann lege ich den Fokus auf die körperliche Voraussetzung für Bewegung. Mit einer Muskelfunktionsdiagnostik gehe ich auf die einzelnen Gelenke, Haltung und eventuelle Ausweichbewegungen ein. Später mache ich mir auch ein Bild des derzeitigen Status aus Sicht der Kinesiologie. Hierbei nutze ich den kinesiologischen Muskeltest, um Feedback zur derzeitigen Balance zu bekommen. Wie einer meiner Mentoren, Alexander von Hausen, immer so treffend sagt: „Nur ein normotoner Muskel, ist ein guter Muskel!“ – übersetzen würde ich es dahingehend, dass der Muskel gut reguliert ist. Nicht zu viel und nicht zu wenig Spannung.

Und dann kommen wir auch schon langsam zum krönenden Finale meiner derzeitigen Diagnostik. Wir definieren bewusst Ziele für die Zusammenarbeit. Mein Ziel ist es dabei, eine sehr hohe Transparenz in der Zielklärung zu ermöglichen. Beispielsweise definieren wir nicht nur ein Zielgewicht, sondern wir verankern es auf mehreren Ebenen. Wie fühlt es sich an, wenn das Ziel erreicht ist? Was verändert sich, wenn das Wunschgewicht erreicht ist?

Du bist oft gleichzeitig Trainer, Psychologe und Ernährungsberater für deine Klienten. Wie wichtig ist dieser ganzheitliche Gedanke bei deiner Arbeit?

Natürlich sehr wichtig. Ich betrachte meine Art zu arbeiten als einen sehr großen Vorteil, da ich es möglich machen kann, die Ebene zu wechseln. Wir alle kennen diese Phasen, in denen wir ein Thema gedanklich von hinten bis vorn durcharbeiten und eine Lösung ist trotzdem in weiter Ferne. Alleine kommen wir oftmals nicht aus solchen Schleifen raus. Dabei mache ich meinen Klienten oft Angebote für einen Perspektivwechsel. Wenn wir aus einem anderen Blickwinkel auf ein Problem schauen, dann sehen wir vielleicht eine Lösung für das Problem oder noch besser: Das Problem ist nur noch eine Herausforderung, die es mit den eigenen Fähigkeiten oder Talenten zu bewältigen gilt. Dafür kann ich dann in die jeweilige Rolle schlüpfen und somit meine Klienten auf ihrem Weg zur Veränderung innerhalb meines Rahmens sehr gut unterstützen. Somit bin ich manchmal Trainer, dann Coach oder auch mal der Freund mit einem offenen Ohr.

Wichtig ist mir dabei allerdings, dass ich meine Funktion und Rolle in diesem Moment selbstständig und bewusst einnehmen kann.

Was sind die besonderen Momente bei deiner Arbeit?

Besondere Momente in meiner Arbeit darf ich glücklicher Weise oft erleben. Dabei ist ein Lächeln einer Klientin nach dem Training, die vorher sehr bedrückt war, genauso besonders wie das gemeinsame Erreichen eines Gipfelkreuzes mit einem Klienten nach schwerer Krankheit. Das wunderbare an meinem Tag ist, dass ich sofort und unmittelbar ein Feedback bekomme. Wenn ich das Befinden des Klienten gut erfasst habe und das Training für ihn dadurch effektiv war und sich gut angefühlt hat, dann bekomme ich ein Lächeln, Dankbarkeit und das Vertrauen in die Zusammenarbeit. Wenn etwas einmal nicht optimal läuft oder nicht den Vorstellungen meines Gegenübers entspricht, bekomme ich ebenfalls sofort ein Feedback. Dann habe ich die Möglichkeit mich weiterzuentwickeln und meine Art des Personal Trainings zu verbessern.

Wenn ich nun auf die vergangenen Jahre zurückblicke, habe ich viele wunderbare und auch sehr prägende Momente in meiner Arbeit erleben dürfen. Gerade kam mir allerdings der Gedanke, dass der wunderbarste Moment heute für mich ist, das Glück zu haben, immer mit meinen Klienten wachsen zu dürfen. Nicht nur ich kann die Potentiale meiner Klienten fordern und fördern, sondern meine Klienten machen das auch mit mir. Das ist ein toller Gedanke! Danke für diese Frage. Das ist ein wunderbares Beispiel für einen Perspektivwechsel. Jemand anderes stellt eine Frage und man, in dem Falle ich, bekommt eine schöne Erkenntnis.

Es gibt kein Patentrezept, keine Abkürzung oder Schleichweg zum Wohlfühlkörper. Hast du trotzdem ein paar Tipps, die einem den Weg dahin etwas leichter machen?

Wenn es ein Patentrezept geben würde: Genial! Her damit! Obwohl, dann muss ich mir eine neue Berufung suchen. (*lach*)

Ein Klient von mir hat ganz am Anfang unserer Zusammenarbeit einen Satz zu mir gesagt, der mir bis heute immer wieder im Kopf ist: „Wenn es einfach nicht geht, geht’s einfach nicht.“ Dabei heißt es nicht, dass es einfach ist, den Wohlfühlkörper zu erreichen, sondern, dass es nicht schwer sein sollte. Finde heraus was du gern machst, welche Talente du hast oder wer dich auf dem Weg zum Wohlfühlkörper begleiten kann. Es muss nicht immer der Personal Trainer sein. Manchmal ist ein Freund oder eine Freundin mit ähnlichen Zielen, eine gute Motivation oder ein Hund, der täglich seine Stunde an der frischen Luft braucht. Es gibt viele Möglichkeiten, den Weg leichter werden zu lassen und der wichtigste Tipp, den ich für einen Weg mit mehr Leichtigkeit geben kann, ist Klarheit: Reflektiere einmal, was dich am meisten motiviert und dir hilft, klare Ziele zu definieren. Je genauer du Ziele definieren kannst, desto besser kommst du auch durch die schwierigeren Phasen auf deinem Weg. Und wenn es eine Sackgasse ist, dann such dir einen Mentor / Begleiter, der dir hilft, wieder auf den Weg zu kommen.

Letzte Frage: Wie hältst du dich selbst gesund und fit?

Ich habe seit meinem 12. Lebensjahr aktiv Volleyball gespielt und vor ein paar Jahren den Ball beiseitegelegt. Meine zweite Leidenschaft, das Radeln, ist immer noch sehr präsent. Ob nun hier in der Leipziger Tieflandsbucht oder in den Alpen, das macht alles Spaß. Wenn ich mal nicht mit dem Rad unterwegs bin, spiele ich sehr gern Tennis oder gehe Bouldern. In meiner täglichen Bewegung ist es ein buntes Potpourri an Bewegungen. Mal intensives Krafttraining und dann wieder eine Runde Yoga – ich bin viel zu neugierig, um nur bei einer Sache zu bleiben.  

 

 

 


Kompetenzen auf dem Prüfstand

Einen Raum zum Wohlfühlen zu schaffen gehört ebenso zu seinen Stärken wie seine beeindruckende Kompetenz, Menschen miteinander zu verbinden. Tim Bertko hat mit seinem Seminar „Psychosoziale Kompetenz im Personal Training“ wahrlich einen Raum geschaffen, indem sich Kollegen aus ganz Deutschland wohlgefühlt haben und viel von seiner Energie erleben konnten.

 

Das Besondere an diesem Workshop – es waren nicht nur Personal Trainer dabei, sondern es wurde auch die Perspektive der Klienten dargestellt. Dafür habe ich zwei meiner Klienten eingeladen an unserem Workshop teilzunehmen und uns ehrliches Feedback über unsere Arbeit zu geben.

 

 

Kurzweilig und humorvoll hat uns Tim seine Erfahrungen mit den wichtigsten Faktoren für ein wertschätzendes Miteinander zwischen Klient und Trainer aufgezeigt. Neben den klassischen psychosozialen Aspekten sind wir auch auf die fünf typischen Personal Trainer Klienten eingegangen und welche Anforderungen die jeweiligen Typen voraussetzen. In einem offenen Austausch hat sich der Workshop mit Leben gefüllt und das Fazit aller Teilnehmer war mehr als positiv. Auch meinen Klienten hat es viel gebracht und mehr Klarheit über die Art wie wir als persönliche Begleiter arbeiten, ermöglicht.

Zum Ende haben alle noch Hausaufgaben bekommen – Tim hat uns eine lange Liste mit Werten gegeben und wir sollen unsere TOP 5 erarbeiten. Total spannend und genau mein Thema.

Ich möchte noch einmal allen danken und freue mich schon auf eine Fortsetzung zum Thema „Hands-On“


Was macht den Unterschied?

Im Studio von Personal Trainer Ken Niestolik anzukommen ist ein bisschen wie die Zeit anzuhalten. Sobald man mit einem fröhlichen „Hallöchen“ begrüßt wurde und die erste Tasse Tee in den Händen hält, ist der Alltag ausgeblendet. Für Ken ist dieses Auftaktritual wichtig, um Tempo herauszunehmen und dem Klienten zu ermöglichen, abzuschalten und sich auf die bevorstehende Stunde einzulassen. Auch wird man gern schon mal mit der eigenen Lieblingsmusik begrüßt, was sofort für gute Laune sorgt.

Es sind diese kleinen Dinge, diese spezielle Aufmerksamkeit, die das Training mit Ken so besonders machen. Er holt seine Klienten auf verschiedenen Ebenen ab, schafft einen Wohlfühlraum und zeigt echtes Interesse an seinem Gegenüber.

Der Erfolg gibt ihm Recht. Sein Name ist auch über die Stadtgrenzen von Leipzig hinaus ein Garant für Qualität und Expertise. Ein guter Grund, sowohl Klientin als auch Trainer mal zu Wort kommen zu lassen.

Das sagt die Klientin:

Wie sind Sie auf Ken Niestolik gekommen?

Das ist eigentlich eine ganz lustige Geschichte: Ich hatte ein Buch über Ernährung gelesen und die Autorin dieses Buches erwähnte den Premium Personal Trainer Club. Da wollte ich wissen was das ist und hatte Ken als ein Mitglied dieses Clubs gefunden.

Wie oft trainieren Sie die Woche/ Monat und wie lange sind Sie schon bei Ken?

Wir hatten im Februar unser Einjähriges! Also seit Februar 2017 bin ich jetzt bei Ken. Da es zeitlich doch manchmal etwas eng aussieht, sind es „nur“ zwei bis drei Mal im Monat. Allerdings bekomme ich von ihm meine Zettel mit Trainingsplänen, die ich dann alle zwei bis drei Tage zu Hause mache und damit komme ich gut klar.

Warum sind Sie bei Ken? Hatten Sie spezielle Ziele oder Probleme?

Tatsächlich hatte ich Rücken- und Knieprobleme und deswegen wollte ich lieber mit einem Experten arbeiten als alleine, wo ich vielleicht noch irgendetwas schlimmer mache. Die Diagnose des Orthopäden, ich dürfe nicht mehr so viel wandern oder gar joggen, wollte ich nicht akzeptieren. Außerdem wollte ich noch ein stärkeres Immunsystem bekommen, damit ich nicht so oft krank bin. Es war schon ein gewisses Maß an Verzweiflung dabei, weil ich das Gefühl hatte, mit angezogener Handbremse durchs Leben zu gehen. Von Beginn an haben wir Stärke und Stabilität als Ziele gesehen.

 

War das Training schon Erfolg bringend? Merken Sie Verbesserungen im Alltag/ Freizeit?

Auf jeden Fall! Gerade zur Winterzeit lag ich normalerweise immer krank im Bett, aber ich bin hier und trainiere. Mein Immunsystem hat sich klar verbessert. Meine Knie machen auch nicht mehr solche Probleme. Und allgemein hat sich wirklich die Lebensqualität stark verbessert. Ich bin viel quirliger, traue mir wieder mehr zu, nehme mir meine Auszeiten zum Wandern, was ich mittlerweile ziemlich schmerzfrei kann.

 

 

Welche Merkmale sollte ein guter Trainer haben für Sie haben? Treffen diese auf Ken zu?

 

Oh. Jetzt muss ich aufpassen, was ich sage (lachen). Ganz wichtig ist mir Fachkompetenz. Das spiegelt sich natürlich auch in der Trainingsqualität und Trainingsvielfalt wider und das trifft vollkommen auf Ken zu. Es ist sogar so, dass er fachübergreifend sehr viel weiß. Man kann mit ihm einfach über alles sprechen und das ist schon sehr angenehm. Der Punkt, den viele Trainer vergessen, ist, dass die Psyche eine enorme Rolle spielt. Das erste Mal hierhergekommen, da dachte ich natürlich, dass es sofort mit Training losgeht. Aber dem war nicht so. Ich glaube, dass wir bestimmt erst in der dritten oder vierten Einheit überhaupt richtig körperlich trainiert haben. Und jetzt, wenn ich merke, dass ich überhaupt keine Lust habe oder ich einfach sehr gestresst bin, merkt das Ken gleich und passt darauf auch sein Training an. Da sieht das Training auch mal etwas entspannter aus. Ich denke, dass diese Empathie genau das ist, was nur wenige Trainer so gut beherrschen. Außerdem ist Ken auch immer ansprechbar. Egal zu welcher Tageszeit, man kann ihn immer erreichen, selbst in seinem Urlaub. Ich bin kürzlich starke Schmerzen im Rücken. Ken war zu dem Zeitpunkt in den Alpen, aber wir haben trotzdem eine halbe Stunde miteinander telefoniert. Das hatte mir zu dem Zeitpunkt echt gutgetan.

Wie beschreiben Sie das Verhältnis zwischen Ihnen als Klientin und Ken als Trainer?

Unser Verhältnis ist ziemlich gut und auch recht vertraut. Das bleibt nicht aus, wenn man so nah zusammenarbeitet, weil z.B. die Bewegungsausführung korrigiert wird oder man in den Genuss seiner fabelhaften Thai Massage kommt. Darüber hinaus ist Ken für mich auch eine Vertrauensperson, weil wir ja auch viel reden und er mit meinem seelischen Ballast konfrontiert wird. Insofern gibt es zwischen uns auch eine emotionale Nähe, die mir wichtig ist, weil ich mich sonst nicht wohl fühle und mich nicht darauf einlassen kann. Der Trainer sieht dich ja nicht nur in deinen besten Phasen. Sich zu öffnen geht nicht ohne Vertrauen. Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass die Grenzen zwischen Trainer und Klient klar sein müssen. Auch wenn man sich mit Zeit anfreundet und sich privat austauscht, bleibt Ken in erster Linie mein Trainer, vor dem ich großen Respekt habe. Da musste ich auch noch dazu lernen, das richtig zu trennen.

Auch für den Trainer ist jeder neue Klient der Auftakt einer neuen Reise. Im zweiten Teil der Reihe "Was macht den Unterschied? Erfolg im Personal Training erzählt aus zwei Perspektiven." stellt Ken Niestolik seine Erfahrungen vor.


Psychosoziale Kompetenz im Personal Training

Psychosoziale Kompetenz

Der erfolgreiche Personal Trainer reagiert sensibel auf die körperliche und seelische Situation des Klienten. Bist du nur Trainer oder auch Coach, Behandler, Freund auf Zeit oder alles gleichzeitig? Der Workshop thematisiert die wichtigsten Kommunikationspunkte: Wie gehst Du mit schmerzgeplagten oder gehetzten Klienten um. Wie viel Empathie ist richtig, um Vertrauen aufzubauen? Welche Wege lassen demotivierte Klienten wieder aktiv werden? Wie viel Nähe ist angemessen? Wo sind die Grenzen der Privatheit und Intimität? Mit Fallbeispielen erarbeiten unterschiedliche Szenarien und klären den erfolgreichen Umgang.

Kernthemen:

Die 6 wichtigsten Sozialen Kompetenzen im PT Die 5 typischsten Personal Trainer Klientencharaktere Wie wird der PT aktuell wahrgenommen Werte und Persönlichkeit im Personaltraining

Wir werden praktisch das Thema Hands On angehen – mit echten Klienten, so dass jeder Teilnehmer ein Feedback aus erster Hand bekommt:

Hands On Als Personal Trainer arbeitest du nicht auf Abstand und bewegst dich bildlich gesprochen auch nicht hinter einer Panzerglasscheibe. Um eine Übung richtig zu vermitteln, ist der Körperkontakt mit dem Klienten unumgänglich. Das kann auch zu Missverständnissen führen. In Theorie und Praxis lernst Du »Hands On« zu arbeiten, und zwar immer mit angepasster körperlicher Nähe und Distanz.

***neue Termine folgen***


#LesenBewegt: Auf die Ohren

In den letzten Jahren sind Hörbücher immer mehr auf dem Vormarsch. Wenn ich ein Buch im Internet suche, dann wird mir neben der gebundenen oder elektronischen Ausgabe oft auch die Hörbuch-Variante angeboten. Mittlerweile sind spezielle Apps für Hörbücher verfügbar oder das Buch wird direkt im .mp3-Format auf dem Smartphone gespeichert. Somit können wir immer und überall in den Genuss eines Buches kommen.

 

Hörbücher passen perfekt in die moderne und schnelllebige Gesellschaft. Viele Menschen finden im Alltag keine Zeit mehr zu lesen. Oder planen diese Zeit nicht bewusst in Ihrem Alltag ein. Das Hören faszinierender Geschichten oder Lesungen der Bücher ist jederzeit (nebenbei) möglich; auf der Autofahrt zur Arbeit, in der Straßenbahn oder beim Spaziergang mit dem Hund. Zudem braucht es nicht mehr 8 CDs und mehr um ein Hörbuch zu speichern, das Papier für die Bücher wird gespart und durch die Stimmen der Vorleser wird eine Geschichte lebendig. Viele Vorteile für die Hörbücher. Allerdings liegt aus Timo Bartels' und meiner Sicht erwächst der größte Vorteil für Menschen, die Schwierigkeiten mit dem Lesen haben. Nicht jedes Buch ist in Blindenschrift oder mit größeren Buchstaben für ältere oder sehbehinderte/-eingeschränkte Personen verfügbar. Da können Hörbücher Abhilfe schaffen.

Ich selbst bin auch ein Freund von Hörbüchern. Aber ich höre diese Bücher bewusst.

 

Oft suche ich mir Bücher heraus, die mir über Geschichten oder persönliche Erfahrungen der Autoren ein bestimmtes Thema näher bringen. In einem Hörbuch allerdings lassen sich schwer Notizen machen oder bestimmte Seiten nachschlagen. Deswegen kommt auch das klassische Buch bei mir nicht zu kurz, wenn es manchmal auch einfach nur darum geht, es in den Händen zu halten. Ein haptisches Erlebnis!

 

Für das reine Konsumieren von Büchern oder Informationen sind die gelesenen Varianten mit Sicherheit eine lohnende Alternative, doch für Timo und mich werden Sie das klassische Buch nicht ersetzen können.

Hier ein kleiner Auszug aus meiner Audio-Bibliothek (selbstverständlich gibt’s dazu auch das klassische Buch im Bücherschrank)

 

Spannende Biografie über einen Visionär seiner Zeit mit einem interessanten Einblick in sein Leben und sein Wirken.

Selbstzerstörungsmodus aktiviert - Was Menschen sich Selbst und anderen alles zumuten können und wie wichtig die richtigen Begleiter zur richtigen Zeit sein können gibt Stuckrad-Barre in seiner Biografie wieder. Seine Erzählungen leben von seinem Talent zu Sprechen.

Wie ein Freigeist seine Freiheit lebt und selbst mit den größten Zweifeln über jedes Meer segelt. Beeindruckende Lebensgeschichte eines Freiheitsliebenden.

Auf witzige Weise liest die Autorin selbst ihr Buch und macht auf eine humorvolle Art das Thema Darm und Darmflora salonfähig.

 

Wir wünschen entspanntes Hören und freuen uns auf Ihre Erfahrungen und Empfehlungen zu Hörbüchern.

 

Bewegte Grüße

 

Ken Niestolik & Timo Bartel


Was habe ich zu sagen und wen interessiert das überhaupt?

In einer schnelllebigen und multimedialen Zeit sind Blogs, Videos und Podcasts immer gefragter. Nicht nur für den Interessenten bestimmter Themen sondern auch für mich als Personal Trainer. Viele meiner Kollegen schreiben wunderbare Artikel, stellen interessante Videos ein oder geben in Podcasts ihre Erfahrungen weiter.

In den vergangenen 10 Jahren habe ich in meiner Arbeit als Personal Trainer mehrere spannende Erfahrungen und Impulse erleben können. Mehrfach habe ich schon gehört, dass ich einen großen Erfahrungsschatz habe und diesen teilen sollte. Doch was habe ich zu sagen, was jemanden interessieren könnte?

Die Suchmaschinen werfen zu (fast) jedem Thema unzählige Ergebnisse aus. Genau hier stelle ich mir immer die Frage: „Was kann ich für dieses riesige Becken an Informationen noch beisteuern? Gibt es überhaupt jemanden den das, was ich zu sagen habe, interessiert?"

Doch ich möchte das Thema aus einer anderen Perspektive betrachten. Was halten Sie davon sich selbst etwas mitzuteilen? Ich bin davon überzeugt, dass wir alle etwas zu sagen haben und sich daraus eine wertvolle Möglichkeit entsteht, Erfahrungen weiter geben zu können. In meinem persönlichen Beispiel kann ich über Themen, Erfolge und Erfahrungen schreiben, die mich in diesem Moment bewegen. Es bietet sich die tolle Möglichkeit meinen Alltag als Begleiter in Sachen Vitalität und Lebensfreude zu reflektieren. Teile ich dann meine Gedanken im Blog, so bin ich mir sicher, dass dies nicht jeden interessieren wird. Aber der Ein oder Andere erkennt sich wieder oder steht in diesem Moment an einem ähnlichen Punkt in seinem Leben oder in seiner Arbeit. Und vielleicht gibt es dadurch die nötigen Impulse.

Oft bekomme ich durch das Reflektieren meiner Trainings und Gespräche mit meinen Klienten eine neue Klarheit. Auf der einen Seite welche Rolle ich in diesem Prozess gespielt, wie ich dazu beigetragen oder wie ich mich gefühlt habe. Auf der anderen Seite welche Entwicklung mein Gegenüber innerhalb der Session, während der letzten Wochen und Monate gemacht hat. Und genau das sind meine wertvollsten Erfahrungen als PREMIUM PERSONAL TRAINER, aber auch als Ken, die mich immer weiter wachsen lassen.

Projizieren wir meine Erfahrungen einmal in Ihren Alltag, so lassen sich Tage, herausfordernde Situationen oder wunderbare Momente die Ihnen in Erinnerung geblieben sind wunderbar reflektieren.

Möglichkeiten der Reflektion:

  • Tagebuch schreiben
  • Sich selbst Sprachnotizen aufnehmen
  • eine besondere Situation als Foto festhalten oder es malen
  • in einen inneren Dialog gehen (siehe folgenden Blogbeitrag)

Aus meiner Erfahrung heraus ist es zu Beginn ungewohnt und kostet Überwindung. Aber ich verspreche Ihnen einen grandiosen Mehrwert. Der größte Mehrwert aus meiner Sicht ist der, dass Sie (sich selbst) etwas zu sagen haben. Sie wissen was Sie bewegt, was Ihnen wichtig ist, wie Sie sich in bestimmten Situationen fühlen und bringen dies zu Papier (oder in die Form, die Ihnen am besten liegt). Daraus entsteht eine individuelle Klarheit und Sie können diese perspektivisch bei anderen Menschen transparent machen.

Ich möchte Sie gern dazu einladen Ihre GedanKEN mit sich selbst zu teilen. Denn: Sie sollten es interessieren. Werden Sie kreativ und seien Sie mutig. Ich verspreche Ihnen eine interessante Erfahrung der persönlichen Weiterentwicklung.

Ihr Ken Niestolik


#LesenBewegt: Lektüre für den Sommerurlaub

Für uns Personal Trainer können Bücher ein interessantes Medium sein, um Wissen zu konsumieren, zu erweitern und eine andere Sichtweise auf bestimmte Themen zu erlangen. Manche dienen auch als Impulsgeber für unsere Arbeit. Zugegeben: Viele Bücher, die wir lesen, fallen in die Kategorie 'Fachbuch'.

Doch jetzt ist Sommer und der Sommerurlaub steht bei vielen vor der Tür. Was liest eigentlich ein Personal Trainer im Urlaub und was empfiehlt er als Sommerurlaubs-Lektüre? Muss es ein Fachbuch sein? Muss ein Buch immer in die Tiefe gehen oder reicht ein Buch, das perfekt zum Urlaub passt – leicht und ent-/spannend?

Hier die Antworten von Gesundheitscoach Timo Bartel und mir:

Urlaub ist eine wunderbare Zeit sich zu erholen und neue Kraft zu schöpfen. In den Ferien wollen wir die freie Zeit genießen, möglichst viele nachhaltige Erlebnisse schaffen, an die wir uns gerne erinnern. Wir wollen Dinge tun, die im Alltag zu kurz kommen: Freunde treffen, reisen, einfach nur aus- und entspannen oder auch mal in Ruhe ein Buch lesen. Daher bevorzugen wir im Urlaub Romane und Biografien statt Fachbüchern.

Unsere Top 5 Lesetipps:

1. FreiKerl - 396 Tage ein Meer voller Möglichkeiten | Axel Müntz

Hier erzählt Skipper Axel sehr lebendig von seinen Erlebnissen seines Segeljahres. Sein Leben zwischen Kombüse und Cockpit lässt den Leser wunderbar eintauchen in die Welten eines Seglers, der Land und Leute kennenlernen möchte.

Das Buch lebt nicht nur von den Erzählungen, sondern besticht durch die zahlreichen Bilder die zum Träumen anregen.

Als Taschenbuch bei Amazon für 22,90 Euro.

2. Komm, ich erzähl dir eine Geschichte | Jorge Bucay

 

Bereits der Text auf dem Buch spricht an und macht neugierig. "Kindern erzählt man Geschichten zum Einschlafen - Erwachsenen, damit sie einschlafen."

Ein Buch voller kleiner Geschichten – Märchen, Fabeln, Erzählungen. Ganz wunderbare Geschichten und Lebensweisheiten. Inspirierend, tiefgründig und lehrreich.

Als gebundene Ausgabe auf Amazon für 9,00 Euro.

3. Unterleuten | Juli Zeh

Unterleuten ist viel mehr als nur ein Dorf mit vielen Geschichten, die wieder aufleben. Es ist ein spannender, gesellschaftspolitischer Roman.

Das Buch liest sich kurzweilig, zum Teil wie ein Krimi. Juli Zeh lässt dabei den Leser in die Welt eines Dorfes eintauchen, dass mit vielen Problemen konfrontiert wird, die das moderne Leben mit sich bringen.

Ein großartiges, unterhaltsames und zugleich lehrreiches Buch, dass man nicht wieder weglegen will.

Als Taschenbuch auf Amazonfür 12,00 Euro.

4. Da kommt noch was (Autobiographie) | Phil Collins

Man muss nicht unbedingt ein Fan von Phil Collins sein, um dieses Buch zu mögen.

Die Biographie gibt einen wunderbaren Einblick in sein Wirken und auch in sein Leben – mit viel Sonne und Schatten.

Phil Collins ist einer der größten Künstler unserer Zeit und was es in diesem Buch zu lesen gibt, wirkt ehrlich. Fans werden es verschlingen und vielleicht sogar seine Musik leise im Hintergrund dazu laufen lassen...

Als gebundene Ausgabe auf Amazon für 24,99 Euro.

5. Es kommt nicht darauf an, wer du bist, sondern wer du sein willst | Paul Arden

Mit dem Untertitel: "Das erfolgreichste Buch der Welt von Paul Arden." werden die Erwartungen des Lesers sportlich nach oben geschraubt. Doch der Titel des Buches sagt schon viel aus und ist auch gleichzeitig die Kernessenz des Buches.

Für alle, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen wird es nicht viel Neues geben. Aber_ Es liest sich leicht und man bekommt immer mal eine neue Perspektive und einen guten Impuls darüber nachzudenken.

Als Taschenbuch auf Amazon für 9,95 Euro.

Und zum Abschluss noch einen Bonus-Tipp:

Personal Training ist Teamsache - Gemeinsam mehr bewegen | Timo Bartel

Mit diesem Buch hat sich Timo Bartel ein Herzensprojekt erfüllt – dies und seine Energie spürt man auf allen Seiten.

Das Buch richtet sich an Personal Trainer, Therapeuten und alle Menschen, die gerne übergreifend arbeiten möchten. Mit diesem Buch werden sie sensibel für die "weichen" Faktoren in ihrer Arbeit gemacht. Eben: Gemeinsam mehr bewegen.

Als Taschenbuch auf Spielraum-bewegt.de für 36,00 Euro.

Was sind Ihre/eure Lesetipps? Lasst es uns wissen - wir freuen uns auf neue Impulse und wünschen derweil eine wunderbare Sommerzeit.

Timo Bartel & Ken Niestolik


#LesenBewegt: Lesen für einen gesunden Geist

Als ABC-Schützen haben wir manchmal gute, manchmal schlechte Erfahrungen im Umgang mit Büchern gemacht – je nach eigener Neigung und individuellen Erlebnissen. Dabei spricht Lesen gleich mehrere Ebenen unserer Wahrnehmung an. Zum Beispiel die Haptik des Papiers oder das einfache Handling eines eReaders.

Geschriebene Sprache wirkt anders als gesprochene Sprache und Inhalte können zeitlich entschleunigt von uns verarbeitet werden. Somit können wir unsere Aufmerksamkeit lenKEN. Die Inhalte eines guten Buches lassen sich nicht nur tiefgründiger erfassen, sie lassen auch unterschiedliche Sichtweisen und Interpretationen zu. Wir erfahren Meinungen und vertreten oder hinterfragen unseren eigenen Standpunkt Mitlesern gegenüber. Echte soziale Interaktion! Der Leser erhält damit Spielraum für seinen geistigen Horizont. Im Gespräch mit anderen Leseratten tauschen wir uns aus.

Denken Sie einmal daran wie Kinder in einer Sache aufgehen. Völlig die Zeit vergessen. Vielleicht hatten Sie auch schon einmal einen Lese-Flow, bei dem Sie Zeit und Raum vergaßen und Ihr Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen wollten. Schwups stellten Sie fest, dass es schon später Abend ist und Sie sich über Stunden in den Kapiteln Ihres Werkes verloren haben.

Bei diesem Flow-Erleben sind neben unserem Verstand auch unsere Emotionen und damit unsere Seele beteiligt. Wir fühlen mit den Protagonisten und versetzen uns in deren Lage. Werden mit Werte- und Glaubenssystemen konfrontiert und entwickeln Gefühle dazu. Mit der Verbindung einer aus geschriebenen Worten entstandenen Bilderwelt und unserem Gefühl das unsere Seele dazu hat, erhalten wir dann sogar eine körperliche Reaktion. Wenn es spannend wird steigt unser Muskeltonus, Herzschlag und die Atmung an. Wir sind im Kampf- und Fluchtmodus. Wir spüren das Gelesene nun auch auf der Körperebene.

Wie beim Sport das regelmäßige Training zu Erfolgen führt, so ist es auch beim Lesen. Wenn Sie Ihre Lesemuskeln regelmäßig mit guten Büchern, eines für Sie und Ihren Interessen passenden Genres trainieren, so machen Sie schneller die oben genannten Erfahrungen. Interessanterweise sorgt die Fokussierung Ihrer Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Themengebiet genau dort für Entwicklungen.

Das ist in etwa so als interessierten Sie sich für ein ganz bestimmtes Auto. Sie informieren sich im Internet darüber (kognitive Ebene), fahren es bei einem Bekannten Probe (Körper-Ebene) und mögen den Status den es Ihnen verleiht (Emotions-Ebene). Was wird in den Tagen und Wochen passieren? Sie werden dieses Fahrzeug permanent auf der Straße sehen. Das liegt daran, dass Ihre Aufmerksamkeit nun eine Richtung hat und trainiert wird.

Unser Tipp: Trainieren Sie Ihren Lesemuskel rund um Ihre Themen. Ihre Aufmerksamkeit wird sich automatisch auf diese Themen einstellen und es wird einfacher diese Themen anzugehen.

Ihr Timo Bartel & Ken Niestolik

Ps: Folgen Sie unserer „Lesen bewegt“ Reihe. Regelmäßig schreiben wir Rezensionen zu aus unserer Sicht sinnvollen und lesenswerten Werken und berichten über die Wirkung des Lesens.

 

 


#LesenBewegt: Warum bist du hier? | "Café am Rande der Welt"

In unserer heutigen Leistungsgesellschaft gibt es eine große Menge an Büchern über den Sinn des Lebens, Ratgeber zur Veränderung oder alternative Lebensführung. In unserer Arbeit beschäftigen wir uns mit dem ein oder anderen Buch. Mit #LesenBewegt haben Timo Bartel und ich den Gedanken aufgegriffen und wollen unsere Erfahrungen mit Büchern die uns bewegt haben teilen. Ein Buch, das mir beim Thema Sinn des Lebens im Gedächtnis geblieben ist und ich auch gern meinen Klienten empfehle ist das "Café am Rande der Welt" von John Strelecky.

 

Entdeckt habe ich das Buch eher zufällig. Ich bin wegen des Titelbilds am Bücherregal hängengeblieben. Durch den Klappentext hat es das Buch dann bis zu mir nach Hause geschafft. Das war es dann auch erst mal. Gefühlte 4 Monate später berichtete ein Kollege davon und ich erinnerte mich daran. Also nahm ich es aus dem Regal und begann zu lesen ...

Als Freund von Bildern und Geschichten habe ich das Buch schnell durchgelesen. Die Geschichte ist kurzweilig und die Illustrationen geben aus meiner Sicht einen wunderbaren Rahmen. Das Buch ist kein klassischer Lebensratgeber, sondern erzählt die Geschichte eines überforderten Geschäftsmannes, der durch einen Zufall im "Café der Fragen" hält – so bekommt die Geschichte ihren Lauf. Dabei geht der Autor auf äußerst spannende Fragen ein, die uns im Alltag vielleicht nicht direkt betreffen, doch über die es sich lohnt nachzudenken. "Warum bist du hier?" oder "Führst du ein erfülltes Leben?" sind nur zwei davon.

"Am nächsten Tag kehrte ich, in der Hoffnung, weitere Schildkröten zu sehen, an den gleichen Ort zurück. [...] Ich beobachtete sie eine Weile, während sie um eine Koralle herumpaddelte, und versuchte, ihr zu folgen, als sie vom Ufer fortschwamm. Wieder war ich überrascht festzustellen, dass ich nicht mit ihr mithalten konnte. Als ich das bemerkte, hörte ich auf, mit den Schwimmflossen zu paddeln, und ließ mich treiben, um sie zu beobachten." Café am Rande der Welt, 26. Auflage (2016); S. 54

 

Das "Café der Fragen" und seine Geschichten sind aus meiner Sicht interessant für Menschen, die sich an einem Wendepunkt befinden oder die ihr alltägliches Sein regelmäßig hinterfragen. Aber auch für jeden, der gern eine lebendige und humorvolle Geschichte über den Sinn des Lebens lesen will.

Auch mein Premium Personal Trainer-Kollege Timo Bartel von SPIELRAUM hat das Buch gelesen. In einem gemeinsamen Gespräch haben wir uns darüber ausgetauscht. Das Ergebnis finden Sie hier. Sie kennen das Buch oder lesen es jetzt? Dann freue ich mich, wenn Sie Ihre Gedanken dazu mit-(mir)teilen.

Sie haben einen Lesetipp für mich? Dann bitte "her damit"! Denn: #LesenBewegt – Lesen bewegt Körper, Geist und Seele.

// Ihr Ken Niestolik