Tim Bertko - Personal Trainer Berlin

Wer ist Tim Bertko?

Tim Bertko ist Personal Trainer mit eigenem Studio in Berlin. Er arbeitet mit Menschen, die ihre persönliche Fitness steigern und ihre Gesundheit erhalten oder wieder aufbauen möchten. Sein fachlicher Rat und Einsatz werden oft in der funktionellen Prävention, der Therapie und Rehabilitation gesucht. Tim Bertko ist ausgewiesener Spezialist bei Rückenproblemen. Sein intensiver, ganzheitlicher Kompetenz-Mix sichert zusammen mit der therapieorientierten Ausstattung des Studios ein Personal Training auf höchstem Niveau. Tim Bertko ist Mitglied im PREMIUM PERSONAL TRAINER CLUB und verfügt über ein weites Netzwerk. Zudem bildet er Trainer u.a. in sensiblen Bereichen wie Soziale Kompetenzen und dem richtigen Hands On im Personal Training weiter. Tim engagiert sich auch in sozialen Projekten, insbesondere in der Hilfe für das Project Nepal und für »Laughing Hearts« wofür er 2017 den NEOS Award für gesellschaftliches Engagement und Nachhaltigkeit erhielt.

Welchen Nutzen ziehen die Kunden von mir?

Meine Kunden erhalten einen Teamplayer mit Herz und Empathie für Rücken- und generelle Schmerzprobleme. Gemeinsam schaffen wir einen Wohlfühlraum, in dem sie sich verstanden und angenommen fühlen dürfen. Somit können wir gemeinsam die großen Herausforderungen auch einmal augenzwinkernd betrachten. Damit gewinnt auch das Vertrauen in den eigenen Körper wieder an Stärke und gutes ehrliches Training und Bewegungsvielfalt sind möglich. Zudem wird viel gelacht, zugehört oder ernst diskutiert.

Wie halte ich mich fit?

Klassisches Eisentraining, etwas Laufen oder lange Wanderungen in den nepalesischen Bergen. Zudem das Übliche, was sicherlich die meisten Menschen schätzen: Zeit mit Familie und Freunden, intensiver Austausch über das Leben bei gutem Essen, Reisen und auch mal das Leben so richtig feiern.

Lieblingsbuch?

Schwierig zu nennen. Über die Jahre hinweg habe ich zu bestimmten Lebensphasen so einige Bücher verschlungen. Ich stell mir die Frage anders: Welches Buch würdest immer wieder lesen wollen?

„Ausgebrannt“ von Andreas Eschbach. Mich faszinieren Vorstellungen und Gedanken a la: Was wäre wenn…? Eschbach schafft es für mich, in diesem Buch die nahe Zukunft in mir real werden zu lassen.

Motivation?

Unterschiedliche Menschen zu verschiedensten Lebensphasen kennenzulernen. Ihnen etwas beibringen zu können, zusammen etwas bewirken, was oftmals über das eigentliche Personal Training hinausreicht. Aber schlussendlich sind es zumeist folgende Kernaspekte, die Menschen gemeinhin zu mir führen: die Suche nach Motivation, Unterstützung, Rat und einem verlässlichem Partner.

Eine Klientin (67 Jahre, aus Israel) kam mit akuten Knieproblemen spontan in mein Studio. Es kristallisierte sich sofortige Empathie und Vertrauen zwischen uns beiden heraus. Nach nur 4 Wochen war sie wieder soweit schmerzfrei, dass lange Spaziergänge, ihre geliebten Ausflüge in die Museen und Konzerthäuser ohne Hemmungen möglich waren. Unsere Gesprächsthemen gingen weit über den übliche Small Talk hinaus. Gemeinsame Abendessen in ihrer Wohnung zusammen mit ihrem Mann und Enkel, den ich ebenfalls mal sportlich „ran nehmen“ durfte, gingen teilweise bis tief in die Nacht. Solch eine Freundschaft und Wertschätzung ist unbezahlbar.
Das erfolgreiche Begleiten von drei Krebspatienten vor und nach deren Chemotherapien ist eine ebenso intensive Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

Zitat:

„Die Welt ein immer wieder bisschen besser machen – das kann jeder. Und schon gelingt etwas Großes.“

 

Kontakt

Tim Bertko Personal Training
Spenerstraße 1 | 10557 Berlin/Moabit

https://timbertko.com/ | mail@timbertko.com

 


10 Jahre | Personal Trainer Ken Niestolik

Aus meiner Vision wurde Wirklichkeit und nun durfte ich am Samstag, den 29. September 2018, ein fantastisches Jubiläum feiern. Seit nunmehr 10 Jahren bin ich als Personal Trainer tätig. Wenn das kein Grund zum Feiern ist. Meine wichtigsten Begleiter - meine Klienten sowie meine engsten Vertrauten und Kollegen sollten unbedingt dabei sein.

Gemeinsam haben wir in den letzten Jahren trainiert, gelacht, geweint, gekocht, diskutiert, faxen gemacht, Lösungen gesucht, gemeinsam neue Wege gestaltet und so vieles mehr. Ich bin mir sicher, dass da auch noch so vieles mehr kommen wird. Darauf freue ich mich. Aber das, was ich an dem Tag an Wertschätzung, Freude und Dankbarkeit gespürt habe, hat mich schlichtweg überrollt. Selten war ich so sprachlos und ergriffen.

Über 80 Menschen sind meiner Einladung gefolgt und noch mehr waren in GedanKEN an diesem Tag bei mir. Dazu hat sich mein Personal Trainer Studio in eine Galerie von Leipziger Künstlern verwandelt. Meine Idee war es, einen neuen Raum schöner Momente zu schaffen und allen Gästen neue Perspektiven zu bieten. Dafür konnte ich die Leipziger Fotografen Joachim Rosse und Philipp Kirschner sowie den wunderbaren Bildhauer Felix Hafner für mein Jubiläum gewinnen. Bei entspannter elektronischer Livemusik und einem tollen Buffet von Dana Burde konnten wir die Kunstwerke bestaunen.

 

Es war ein Tag zum Genießen, Feiern, Tanzen, Lachen und schöne Werke anschauen. Und es war ein perfekter Anlass um Danke zu sagen, dass alle diesen Weg mit mir gehen und mich immer wieder dazu bewegen, mich weiterzuentwickeln.

 


#LesenBewegt: Jan Frodeno - Eine Frage der Leidenschaft

Jeder, der sich in den letzten Jahren mit Triathlon auseinandergesetzt hat, ist zwangsläufig mit dem Namen Jan Frodeno in Berührung gekommen. Der Ausnahmeathlet hat in den letzten Jahren viele Titel gewonnen, darunter die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen oder den ersten Platz beim IRONMAN auf Hawaii.

Für uns als Personal Trainer und immer noch begeisterte Sportler sind die körperlichen wie auch mentalen Leistungen, die Jan Frodeno Jahr für Jahr leistet, sehr beeindruckend. Timo Bartel, der selbst viele Jahre intensiv im Triathlon aktiv war und mehrere Wettkämpfe über die Kurz- und Langdistanz erfolgreich absolviert hat, kennt die Voraussetzungen nur zu gut. Für mich als Volleyballer und ambitionierter Radsportler ist der Triathlon eine wunderbare Möglichkeit, Bewegung, Wettkampf und mentale Leistung zu kombinieren.

Genau diese Themen greift Jan Frodeno in seinem neuen Buch auf. Er schreibt sehr anschaulich über seine Anfänge als Rettungsschwimmer, seine ersten Radrennen und die prägenden Momente und seine Begleiter, die ihn zum Triathlon Sport gebracht haben. Neben seinen Erfolgen bei Welt- und Europameisterschaften und den Olympischen Spielen durchlebt er auch Momente des Zweifels und stellt vieles Infrage. Er erlebt prägende Rückschläge und findet doch seinen Fokus zurück.

Eine Aussage im Buch ist uns dabei besonders im Gedächtnis geblieben:

„Es gibt niemanden, der für dich den Schalter im Kopf umlegen kann. Du musst es ganz allein machen. Du musst die Grenzen in deinem Kopf selbst verschieben – nach vorne.“

Aus unserer Sicht ist diese Aussage nicht nur für einen Leistungssportler zutreffend, der 3,8km schwimmt, 180km Rad fährt und dann noch einen Marathon läuft. Auch bei uns im Alltag ist das eine wichtige Erkenntnis. Dabei muss man das nicht mit sich alleine ausmachen, sondern braucht vielleicht einen Vertrauten, einen Trainer oder einen Partner. Ohne diese Weggefährten wäre er auch nicht so erfolgreich. Jeder von uns braucht ein Team aus Familie, Freunden, Trainingspartnern und vor allem Menschen die uns in schwierigen Situationen Halt und Zuversicht geben.

Das Buch ist eine wunderbare Geschichte eines Leistungssportlers, der mit sehr viel Leidenschaft, Siegeswille und Optimismus die Weltspitze erklommen hat. Er fasst es schön zusammen: „Ich habe keinen Plan B – also muss Plan A funktionieren.“

 

Hier gibts noch den Link zum Buch:

https://www.ryzon.net/collections/frodissimo/products/jan-frodeno-eine-frage-der-leidenschaft


Stress - Verstehst du deinen Körper? (Teil 1)

Brrrring, bzz bzz, beep beep beep – wenn uns eine Nachricht erreicht, schauen wir gern sofort auf unser Telefon. Unsere Lieblingsmarke kündigt ein neues Produkt an – wir können es kaum erwarten und sind die ersten, die "auf der Matte stehen". Doch was ist, wenn unsere Kopfschmerzen nicht nachlassen? Der Schlaf einfach nicht erholsam ist oder der Rücken permanent schmerzt? Eindeutige Signale, die wir gern lange ignorieren, niedriger priorisieren oder gar nicht erst wahrhaben (wollen).

Dabei ist unser Körper ein schlaues Kerlchen. Er ist lange Zeit geduldig mit uns und unseren tagtäglichen Entscheidungen, die wir viel zu oft gegen ihn treffen. Wie ein fürsorgliches Elternhaus bügelt er Dummheiten glatt und gibt uns so Sicherheit. Doch auch der Geduldigste hat mal die Nase voll, wenn er immer wieder getriezt oder ignoriert wird. Auf die Warnsignale, die der Körper dann aussendet, sollte man besser genau hören.

Es ist spannend, dass einige der Symptome direkt Einzug in die Alltagssprache gehalten haben. Uns schlägt das Herz bis zum Hals. Wir haben die Nase voll. Das schlägt mir auf den Magen. Diese Beispiele zeigen, dass sich Körper und Psyche kaum trennen lassen. Das Gegenteil ist der Fall, beides steht in ständiger Wechselwirkung und kann Einfluss auf das jeweils andere haben. Der Mensch ist eine ziemlich intelligent ausgetüftelte Einheit und ein Wunderwerk an Funktionen. Kommt es zu Veränderungen, ob positiv oder negativ, ist das gesamte System betroffen. Umso wichtiger ist es, genau hinzuhören, wenn mir mein Körper etwas mitteilen möchte. Und mich dann eben auch zu fragen, warum ich denn die Nase voll habe. Was sagt mir mein Immunsystem damit? Was sagt es mir, wenn die Verdauung nicht funktioniert. Oder ich seit längerem schon niedergeschlagen, gar deprimiert bin.

 

Die WHO sagt, „Gesundheit ist ein Zustand völligen psychischen, physischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheit und Gebrechen.“ Damit wir uns wohlfühlen, müssen wir lernen, auf die Frühwarnsignale Acht zu geben, sie zu erkennen und auch ernst zu nehmen. Vor allem stressige Phasen können die Auswirkungen auf die Gesundheit verstärken:

 

  • Gehirn: Verschiedene Hirnareale besitzen Rezeptoren für das Stresshormon Cortisol und werden unter Stress von diesem beeinflusst, z.B. das limbische System, zuständig u.a. für Emotionen und der Bewertung von Stressoren oder der präfrontale Kortex, der an zielgerichtetem Handeln und Entscheidungsprozessen beteiligt ist. Bei chronischem Stress sind diese Areale dauerhaft betroffen und können damit Emotionen, die Gedächtnisleistung, Entscheidungsfindung und Wahrnehmung verändern. Da das Gehirn auch das zentrale Organ für die Stressreaktivität ist, d.h. wie man auf Stress reagiert bzw. was man als Stress wahrnimmt, ändern sich mit andauerndem Stress auch die Bewältigungsmöglichkeiten, die einem Menschen zur Verfügung stehen. Man kann schlichtweg schlechter mit Stress umgehen. Eine andauernde Überforderung kann somit zu Erschöpfung und Depressionen oder Angststörungen führen.

  • Nebennierenrinde: Hier findet über ein ausgeklügeltes System die Cortisolausschüttung statt. Über den Blutkreislauf gelangt Cortisol zurück ins Gehirn und sendet dort den Impuls, dass weniger Cortisolproduktion angeregt werden muss. Wenn dieser Feedbackmechanismus aufgrund von dauerhaft erhöhten Stress- und Cortisolwerten nicht mehr richtig funktioniert, kommt kein Signal im Gehirn an und Cortisol wird weiterhin produziert. Der Stress wird chronisch.
  • Immunsystem: Andauernder Stress wirkt sich negativ auf das Immunsystem aus. Er reduziert die Abwehrzellen und kann damit entzündliche Vorgänge im Körper auslösen und die Entstehung von Krankheiten begünstigen.
  • Muskulatur: Durch einen anhaltenden erhöhten Muskeltonus kann es unter anderem zu Verspannungen und Schmerzen, z.B. im Nacken und Schulterbereich, und im weiteren Verlauf zu Kopfschmerzen und Schwindel kommen.
  • Blutgefäße/Herzerkrankungen: Es bestreitet wohl kaum jemand, dass Stress ein wesentlicher Faktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist. Erhöhter Blutdruck verändert auf Dauer die Blutgefäßwände und ruft damit entzündliche Reaktionen hervor. Außerdem erhöhen Veränderungen in der Blutgerinnung die Gefahr einer Arterienverkalkung und damit einer möglichen Herzinsuffizienz.
  • Darm: Die verminderte Blutversorgung (weil das Blut unter Stress an anderen Stellen gebraucht wird) macht die Magen- und Darmschleimhaut anfälliger für Geschwüre und drosselt die Verdauung. Verstopfung kann eine Folge sein.

Stress lässt sich nicht immer vermeiden. Unser Körper ist jedoch sehr gut darauf eingestellt, mit kurzfristigen Stressphasen umzugehen. Nur müssen wir heute nicht mehr vor dem viel zitierten Säbelzahntiger flüchten oder uns zum Kampf bereit machen. Die Anforderungen im Alltag sind komplexer, die an sich selbst meist überzogen. Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir im Alltag nicht den klaren Blick verlieren, ein Gefühl dafür entwickeln, was uns guttut und wie man richtig abschalten kann, damit man nicht in den Strudel aus „ich muss nur mal schnell“, „mach ich gleich“ und „einer muss es ja machen“ gerät. Sonst kommt der Säbelzahntiger mit seinem ganzen Rudel und lässt uns keine Ruhe!

Das Säbelzahntiger-Rudel ist schon da? Ihr habt das Gefühl, über keine geeigneten Mittel und Methoden im "Kampf gegen den Stress" zu haben? Sprecht mich einfach an – ich unterstütze euch gern!

Euer Ken

 


Das schaffst du NIE!

„Egal, ob du denkst, du schaffst es oder du schaffst es nicht, du wirst Recht behalten.“ – Henry Ford

Stimmt doch, oder? Schon als kleine Kinder wurde uns versichert, wenn man nur ganz fest an etwas glaubt, geht es in Erfüllung. Nur dachten wir damals an Pferde oder eine Karriere als Profifussballer. Mit dem Älterwerden zeigt sich vor allem, wie negative Glaubenssätze unsere Entwicklung beeinflussen.

Manche nimmt man ganz bewusst wahr. Wer als Schulkind im Sportunterricht immer als letztes in die Mannschaft gewählt wurde, wird wahrscheinlich keine Lust an Bewegung entwickeln und sich sagen, er oder sie wäre eh unsportlich. Warum dann quälen? Unbeantwortet bleibt die Frage, ob vielleicht eine andere Sportart genau das Richtige gewesen wäre. Oder Bewegung ohne Leistungsgedanken erfüllend sein kann, z.B. Wandern gehen oder mit Freunden Tischtennis spielen. Manch einer möchte gern singen. Wenn von klein auf suggeriert wird, dass man das nicht kann, wird der Wunsch immer unerfüllt bleiben und nur die Dusche oder das Auto sind Zeugen von inbrünstigen Gesangsdarbietungen.

Weitaus schwieriger sind die unbewussten Glaubenssätze zu greifen und entdecken. Speziell beim Thema Übergewicht sind es oft noch andere Faktoren als bloße Fehl- bzw. Überernährung. Zusätzliche Kilos können auch einen Schutz darstellen, weil das Innerste der Person verletzt wurde. Du bist nicht gut genug! Du leistest nicht genug! Aus dir wird nie etwas werden! Nur dünn bist du liebenswert. Mit diesen Glaubenssätzen wird der Körper das überflüssige Gewicht nicht loslassen. Im Gegenteil, er wird sich daran klammern, bis er keinen Grund mehr für diese Schutzschicht hat.

Glaubenssätze beeinflussen unser Leben. Sie können uns voranbringen oder bremsen. Unbewusst suchen wir Situationen auf, die unsere Glaubenssätze bestätigen, um dann sagen zu können: “Hab ich doch gewusst.” Dieses Festhalten an negativen Gedanken hindert uns daran, ein erfülltes Leben zu führen und Träume einfach einmal anzugehen, Neues zu entdecken oder die eigene Komfortzone zu verlassen. So können wir unser Potential nicht ausschöpfen.

Die gute Nachricht? Diese Glaubenssätze sind ein erlerntes Verhalten, das man wieder verändern kann. Dazu ist es wichtig, sich dieser Muster bewusst zu werden und sie im ersten Schritt auch anzuerkennen.

Die Situationen, aus denen diese Glaubenssätze resultieren, sind womöglich längst vorbei, aber das Muster ist geblieben. Wer an diesem Punkt bereits defensiv bleibt, kann keine Veränderung herbeiführen. Hat man seine persönlichen (hinderlichen) Glaubenssätze erkannt, gilt es, diese wertzuschätzen. Sie waren lange Zeit Teil des Lebens, haben möglicherweise auch viele positive Aspekte gehabt. Oder Teile davon helfen heute noch.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, irrationale Glaubenssätze aufzulösen. Das ist zum einen abhängig von den Methoden, die ein Coach anwendet, muss aber auch immer in Rücksichtnahme auf die seelische Konstitution des Klienten erfolgen. Vor allem hat dabei jeder sein eigenes Tempo und es kommt alles zu seiner Zeit.

Für einen ersten Einblick in diese Themen hilft es, sich bestimmte Situationen die negative Emotionen auslösen, genau anzuschauen. Denn Epiktet, ein griechischer Philosoph sagte schon: “Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben.“ Nicht die Situation selbst hemmt, stresst oder macht uns Angst, sondern wie wir sie bewerten. Glaubt man, dass es ohnehin keinen interessiert, was man zu sagen hat, macht der Gedanke an einen Vortrag, den man im beruflichen Kontext halten muss, ziemlich große Angst. An diesem Punkt kann der Coach ansetzen und mit dem Klienten zusammen schauen, welche Ressourcen dieser hat, um mit dem negativen Gefühl umzugehen. Oder gemeinsam nach Alternativen zu suchen, die in der Vergangenheit schon gut funktioniert haben. Praktisch könnten  es bspw. Entspannungsmethoden sein oder auch ein regelmäßiges Üben vor der Familie oder Freunden. Durch Bewusstwerden dieser Möglichkeiten flacht der Stress ab und die negativen Glaubenssätze werden umgedeutet.

Glaubenssätze, sowohl positive als auch negative, haben letztendlich auch etwas mit Selbstwirksamkeit und Kontrollüberzeugung zu tun. Wenn ich denke, dass ich bestimmte Dinge nie schaffen werde und dass ich aber auch wirklich nie Glück habe, gebe ich die Kontrolle aus der Hand und überlasse anderen Personen, dem Schicksal oder dem Pech das Zepter. Habe ich jedoch den Glauben, dass ich die Dinge selbst beeinflussen kann, wird aus einem “Das kann ich nicht” ein “Das werde ich schon schaffen”. Yeah!

 


Einen Thron für den Personal Trainer bitte

Der Tag beginnt 5.30 Uhr, weil der erste Klient 6.00 Uhr zum Training erscheint. Ganz ambitionierter Trainer der ich bin, springe ich fit wie ein Turnschuh aus dem Bett, trinke vorbildlich entweder einen grünen Super-Duper-Food Smoothie oder Detox Wasser, welches mit Gurke, Zitrone oder Ingwer aufgepeppt wurde. Kraft durchströmt meinen vom vielen Training gestählten Körper und ich absolviere noch drei „Oms“, um mit voller Achtsamkeit und Dankbarkeit in einen Tag zu starten, der erst in 12 Stunden wieder enden wird. Macht aber nix, ich bin ja stets motiviert und voller Tatendrang. Immerhin bin ich doch auch ein Vorbild für meine Klienten, oder?

 

Zugegeben, das ist ein ziemlich überspitztes Bild, wie der Personal Trainer von außen wahrgenommen wird. In den sozialen Medien, auf Messen oder Fernsehsendungen wird der Übermensch Personal Trainer oft derart hochstilisiert, dass es kaum möglich scheint, er oder sie habe sich mit den gleichen Alltagssorgen oder Motivationsproblemen zu beschäftigen wie alle anderen auch. Aus Gesprächen mit eigenen Klienten weiß ich, dass mir eine allgegenwärtige Leichtigkeit attestiert wird, da ich ja eh trainiert und beweglich bin. Alles scheint einfacher für mich zu sein.

Was unterscheidet den homo superior, den Übermenschen, das Vorbild Personal Trainer denn eigentlich von seinen Klienten? Immerhin esse ich auch gern Pizza, Eis oder Schoki, trinke gern einen guten Wein, habe manchmal gar keine Lust, mich über Gebühr zu bewegen oder schlafe viel zu wenig. Genau die Dinge, die Klienten zu mir führen, weil sie in eben dieser Spirale festhängen und gesundheitliche Probleme haben. Oder einfach eine Veränderung suchen.

Natürlich gehen wir Personal Trainer nicht unbedingt mit unseren Schwächen hausieren, wir werden ja für unsere Stärken gewählt und bezahlt. Das heißt nicht, dass es sie nicht gibt. Wir sind keine Maschinen. Vor allem weil man in diesem Beruf oft als Einzelkämpfer unterwegs ist, weil man selbst verantwortlich ist für den Erfolg des Geschäftes, weil man finanziell vorplanen muss. Weil es einfach für eine Person manchmal ganz schön viel sein kann, ist die Kraft auch mal weg, die Lust am Boden und die Tränen nicht aufzuhalten.

 

Nur weil wir wissen, wie wir systematisch an eine Erkrankung oder ein Leiden herangehen und Aufbauarbeit leisten können, verschont uns das nicht vorm Leben mit seinen Stolpersteinen. Auch uns treffen Krankheiten, persönliche Tiefschläge oder Erschöpfung. Das macht es dann umso schwerer, dem Ruf als Idealbild eines Trainers gerecht zu werden. Der Klient sieht vielleicht den durchtrainierten Körper, das strahlende Lächeln, hört die motivierenden Worte. Aber nicht immer sieht er die Anstrengung und die oft jahrelange Arbeit dahinter.

Warum ich oder wir das dennoch gut können? Weil wir ganz bewusst eine Entscheidung für diesen Beruf getroffen haben! Ich kann nur dann ein guter und authentischer Trainer sein, wenn ich das, was ich sage, auch lebe und verstehe. Wenn der Klient mich als glaubwürdig wahrnimmt. Das ist ein großer Teil des Berufs. Ich verkaufe meine Kompetenz. Dazu gehört eben auch eine hohe innere Motivation. Mir darüber bewusst zu sein, dass ich meine eigenen Themen habe, die mich anstrengen, aber auch das Wissen, mit welchen Methoden ich damit umgehen kann. Wenn ich das auch dem Klienten vermitteln kann, bin ich gern ein Vorbild. Ich kann ihm vorleben und kommunizieren, dass auch mir nicht immer alles gelingt, ich kämpfen muss oder vielleicht einmal versage (in meiner Wahrnehmung). Gleichzeitig kann ich ihm aufgrund meiner Ausbildung, meiner jahrelangen Beschäftigung mit allen Aspekten rund um das Thema Gesundheit, meiner Kompetenz als Trainer das Handwerkzeug vermitteln, wie er das auch schafft.

 

Insofern rührt meine Kompetenz nicht von meiner Kraft, meiner Ausdauer, einem „perfekten“ Körper, was auch immer das ist oder der Anzahl Liegestütze, die ich schaffe, sondern von einer Entscheidung, die ich vor längerer Zeit schon getroffen habe und mit jedem Tag aufs Neue treffe. Nämlich ganz bewusst und aktiv an der Entwicklung meiner Klienten Teil zu haben, sie auf ihrem Weg zu begleiten, mein Wissen zu vermitteln und dabei menschlich und auch fehlbar zu sein.


Muskeltier Meeting Vol. 4

Gemeinsam mehr bewegen ist nicht nur eine Phrase. Danach lebe ich im Rahmen de PREMIUM PERSONAL TRAINER CLUBs und auch in Form der „Muskeltiere“. Dieses Mal fand unser Jahrestreffen in kleiner Runde bei Timo Bartel in seinen Spielräumen in Darmstadt statt.

 

Auch dieses Jahr haben wir uns Referenten eingeladen, die Experten auf ihrem Gebiet sind. Fasziniert von ihrem Workshop auf der PTC 2017, haben wir Kristina Linn gebeten, uns in einem Tagesworkshop das Faszien Distorsions Modell (FDM) vorzustellen und die damit verbundenen Anwendungsmöglichkeiten in unserer Arbeit. Durch den hohen Anteil an Praxis und aktueller Relevanz für Themen unserer Klienten haben wir extrem viel mitnehmen können und eine andere Sichtweise auf das Thema Körpersprache, Schmerzen und Beschwerdebilder bekommen. Um den Tag später schön ausklingen zu lassen, sind wir mit Decken, Essen und Bewegungsdrang in die Weinberge. Abendessen in geselliger Runde mit Blick in den Sonnenuntergang.

Bereits am nächsten Morgen stand eine weitere Referentin vor der Tür. Silke Fross hat uns eine Einführung in die BALLance Bälle gegeben. Diese wurden vergangenes Jahr bei den NEOS AWARDS zum Produkt des Jahres ausgezeichnet und sind eine wunderbare Unterstützung für die Aufrichtung der Brustwirbelsäule. In den ersten Trainings haben auch meine Klienten den positiven Effekt wahrgenommen.

Genug Weiterbildung – jetzt kommen wir fünf in den Fokus. Ebenso wichtig wie unsere Weiterbildung innerhalb der Runde ist ausreichend Zeit für uns und die Reflektion. Jeder von uns hat in den letzten Wochen und Monaten viel erlebt oder bestimmte Themen, die er in der vertrauten Runde ansprechen möchte. Das ist für mich das Einzigartige. Wir haben einen Kreis geschaffen, wo Freundschaft, Austausch und unsere Arbeit gleichermaßen Beachtung finden. Hier steckt so ein riesiges Potential drin, dass ich immer wieder begeistert bin, welche Möglichkeiten der Weiterentwicklung in solch einem intensiven Wochenende stecken.

Neben Fachwissen, Reflektion und vielen Gesprächen über Business Themen haben wir natürlich die Freude und den Genuss nicht vergessen. Es wurde viel, sehr viel, gelacht. Auch zum Leidwesen unserer Referentinnen. ?

Danke für diese wertschätzende und ehrliche Muskeltier-Runde.

 

Hier ein paar Impressionen von unserem Wochenende:


Was macht den Unterschied?

Letzte Woche konntet ihr hier den ersten Teil zum Thema „Was macht den Unterschied - Erfolg im Personal Training“ aus der Sicht einer Klientin lesen. Im zweiten Teil gibt der Personal Trainer nun selbst einen Einblick in seine Arbeit. Sehr spannend, wie komplex und ganzheitlich Personal Training sein kann. Los geht´s!

Was spricht deiner Ansicht nach für die Arbeit mit einem Personal Trainer?

Ich habe selbst einen eigenen Trainer. Um ehrlich zu sein, habe ich sogar mehrere Trainer. Grund dafür ist, dass ich entweder etwas Bestimmtes lernen, mir bestimmte Fähigkeiten aneignen wollte oder Herausforderungen suchte, denen ich allein nicht gewachsen war. Deshalb ging ich auf die Suche nach einem Experten auf seinem Gebiet, bei dem ich das Gefühl hatte, dass ich gut aufgehoben bin und meine Ziele bzw. Wünsche gemeinsam angegangen werden können.

Da ich seit vielen Jahren nicht nur selbst als PT arbeite, sondern auch Klient bin, kann ich beide Seiten gut beurteilen. Mir ist es sehr wichtig, dass mein Trainer es schafft, mir einen Perspektivwechsel zu ermöglichen und neue Erfahrungen zu machen. Erfahrungen, die mir helfen, mich selbst weiterzuentwickeln, eine Technik zu verbessern oder Klarheit über die nächsten Schritte zu bekommen. Ein typischer Satz, den mein Business Coach regelmäßig hört, wenn er mich fragt was mir heute wichtig ist: „Ich hätte gern einen Ausblick“.

Jeder braucht eine andere Art der Betreuung, da die Ziele und Wünsche immer unterschiedlich sind. Doch genau das ist es, was für die Arbeit mit einem PT spricht. Ein PT ist Experte auf seinem Gebiet und schafft es, gemeinsam mit seinem Klienten einen Weg zu erarbeiten, der alleine nicht möglich wäre.

Wer kommt zu dir?

Zu mir kommen Menschen, die auf ihrem Weg zur Veränderung einen Begleiter suchen. Eine Veränderung hin zu mehr Lebensfreude, Vitalität und ein „Zurück“ zu mehr Leichtigkeit in ihrem Alltag. Dabei sind die initialen Beweggründe mich zu kontaktieren sehr unterschiedlich. Doch haben sie alle eines gemeinsam:

Häufig haben meine Klienten schon einiges ausprobiert, um ihre Ziele zu erreichen. Leider ohne nachhaltigen Erfolg. Nicht selten möchten sich meine Klienten zu Beginn mehr bewegen, mehr Sport machen oder haben ein akutes gesundheitliches Thema. Doch bereits im Kennenlerngespräch wird klar, dass es weit mehr als das ist.

Was können Klienten von dir und deiner Arbeit erwarten und was erwartest du im Gegenzug von deinen (zukünftigen) Klienten?

Das ist eine spannende Frage. Sogar sehr spannend. Schon beim Kennenlernen muss ich einige meiner potentiellen neuen Klienten enttäuschen. Sie wollen von mir wissen, wie sie gesünder und fitter werden oder was sie bei bestimmten Beschwerden machen können. Meine Reaktion ist immer dieselbe. Ich habe keine Ahnung wie es geht. Da schaue ich dann schon mal in erstaunte Gesichter, da sie mich ja extra als Experten aufgesucht haben. Doch es ist die Wahrheit – ich habe keine Ahnung wie es geht. Allerdings erkläre ich dann meine Unfähigkeit: Ich habe in den letzten Jahren sehr viel Erfahrungen gemacht, mir Wissen angeeignet und viele Erfolge damit bewirkt. Das heißt aber keineswegs, dass es bei jedem gleich gut funktioniert. Ich kann nur Angebote machen, bei denen ich erfahrungsgemäß eine gute Resonanz bekomme. Sollte es nicht funktionieren, dann gehen wir einen anderen Weg bis wir für meinen jeweiligen Klienten einen stimmigen Weg gefunden haben. Das ist auch gleich die Überleitung zu dem, was ich von meinen Klienten erwarte: Ich wünsche mir eine große Portion Neugier und die wahrhaftige Bereitschaft für Veränderung. Wenn das mitgebracht wird, dann haben sie einen neuen Begleiter für sehr lange Zeit an ihrer Seite. Natürlich kann ich die Verantwortung für den Erfolg nicht übernehmen, aber den Prozess habe ich mit all meinen Kompetenzen und optimistischen Lächeln im Blick.

Was gehört zu einer guten und aussagekräftigen Ausgangsdiagnostik?

Das ist für jeden meiner Kollegen mit Sicherheit unterschiedlich. Da sich die Konzepte im Personal Training sehr unterscheiden, sollte die Diagnostik auf die Art zu arbeiten abgestimmt sein. Ich gehe mit meinem Konzept eine sehr umfassende Arbeit mit den Menschen an und nehme mir mindestens vier Stunden Zeit für die Diagnostik. So kann ich meinen neuen Klienten von Beginn an abholen und seinen derzeitigen Status quo herausfinden. Daher kann ich dir zumindest sagen, was mir in einer Ausgangsdiagnostik wichtig ist bzw. was ich für einen guten Start in eine wirklich umfassende Betreuung alles mache.

Ich verstehe mich als einen Begleiter auf längere Zeit und möchte daher mein Gegenüber kennenlernen. Ich verschaffe mir gern einen Überblick über den aktuellen Tagesablauf, welche Hobbies meine Klienten gern machen oder schon immer mal ausprobieren wollten, welche Musik sie gern hören oder ob sie eine Lieblingsfarbe haben. Im weiteren Verlauf gehe ich auch auf Vorerkrankungen, akute oder chronische Beschwerden ein oder mache mir ein Bild vom aktuellen Schlafverhalten.

Im nächsten Schritt tauche ich bewusst mit meinen „jungen Wilden“ in das Thema Stress ein. Mir ist bewusst, dass ich den Stress nicht messen kann, aber ich kann die Auswirkungen von Stress im System erkennen. Mit dieser HRV Diagnostik (Herzfrequenzvariabilität) kann ich gut aufzeigen, was die Belastungen des alltäglichen Lebens im System des Klienten für Auswirkungen haben.

Dann lege ich den Fokus auf die körperliche Voraussetzung für Bewegung. Mit einer Muskelfunktionsdiagnostik gehe ich auf die einzelnen Gelenke, Haltung und eventuelle Ausweichbewegungen ein. Später mache ich mir auch ein Bild des derzeitigen Status aus Sicht der Kinesiologie. Hierbei nutze ich den kinesiologischen Muskeltest, um Feedback zur derzeitigen Balance zu bekommen. Wie einer meiner Mentoren, Alexander von Hausen, immer so treffend sagt: „Nur ein normotoner Muskel, ist ein guter Muskel!“ – übersetzen würde ich es dahingehend, dass der Muskel gut reguliert ist. Nicht zu viel und nicht zu wenig Spannung.

Und dann kommen wir auch schon langsam zum krönenden Finale meiner derzeitigen Diagnostik. Wir definieren bewusst Ziele für die Zusammenarbeit. Mein Ziel ist es dabei, eine sehr hohe Transparenz in der Zielklärung zu ermöglichen. Beispielsweise definieren wir nicht nur ein Zielgewicht, sondern wir verankern es auf mehreren Ebenen. Wie fühlt es sich an, wenn das Ziel erreicht ist? Was verändert sich, wenn das Wunschgewicht erreicht ist?

Du bist oft gleichzeitig Trainer, Psychologe und Ernährungsberater für deine Klienten. Wie wichtig ist dieser ganzheitliche Gedanke bei deiner Arbeit?

Natürlich sehr wichtig. Ich betrachte meine Art zu arbeiten als einen sehr großen Vorteil, da ich es möglich machen kann, die Ebene zu wechseln. Wir alle kennen diese Phasen, in denen wir ein Thema gedanklich von hinten bis vorn durcharbeiten und eine Lösung ist trotzdem in weiter Ferne. Alleine kommen wir oftmals nicht aus solchen Schleifen raus. Dabei mache ich meinen Klienten oft Angebote für einen Perspektivwechsel. Wenn wir aus einem anderen Blickwinkel auf ein Problem schauen, dann sehen wir vielleicht eine Lösung für das Problem oder noch besser: Das Problem ist nur noch eine Herausforderung, die es mit den eigenen Fähigkeiten oder Talenten zu bewältigen gilt. Dafür kann ich dann in die jeweilige Rolle schlüpfen und somit meine Klienten auf ihrem Weg zur Veränderung innerhalb meines Rahmens sehr gut unterstützen. Somit bin ich manchmal Trainer, dann Coach oder auch mal der Freund mit einem offenen Ohr.

Wichtig ist mir dabei allerdings, dass ich meine Funktion und Rolle in diesem Moment selbstständig und bewusst einnehmen kann.

Was sind die besonderen Momente bei deiner Arbeit?

Besondere Momente in meiner Arbeit darf ich glücklicher Weise oft erleben. Dabei ist ein Lächeln einer Klientin nach dem Training, die vorher sehr bedrückt war, genauso besonders wie das gemeinsame Erreichen eines Gipfelkreuzes mit einem Klienten nach schwerer Krankheit. Das wunderbare an meinem Tag ist, dass ich sofort und unmittelbar ein Feedback bekomme. Wenn ich das Befinden des Klienten gut erfasst habe und das Training für ihn dadurch effektiv war und sich gut angefühlt hat, dann bekomme ich ein Lächeln, Dankbarkeit und das Vertrauen in die Zusammenarbeit. Wenn etwas einmal nicht optimal läuft oder nicht den Vorstellungen meines Gegenübers entspricht, bekomme ich ebenfalls sofort ein Feedback. Dann habe ich die Möglichkeit mich weiterzuentwickeln und meine Art des Personal Trainings zu verbessern.

Wenn ich nun auf die vergangenen Jahre zurückblicke, habe ich viele wunderbare und auch sehr prägende Momente in meiner Arbeit erleben dürfen. Gerade kam mir allerdings der Gedanke, dass der wunderbarste Moment heute für mich ist, das Glück zu haben, immer mit meinen Klienten wachsen zu dürfen. Nicht nur ich kann die Potentiale meiner Klienten fordern und fördern, sondern meine Klienten machen das auch mit mir. Das ist ein toller Gedanke! Danke für diese Frage. Das ist ein wunderbares Beispiel für einen Perspektivwechsel. Jemand anderes stellt eine Frage und man, in dem Falle ich, bekommt eine schöne Erkenntnis.

Es gibt kein Patentrezept, keine Abkürzung oder Schleichweg zum Wohlfühlkörper. Hast du trotzdem ein paar Tipps, die einem den Weg dahin etwas leichter machen?

Wenn es ein Patentrezept geben würde: Genial! Her damit! Obwohl, dann muss ich mir eine neue Berufung suchen. (*lach*)

Ein Klient von mir hat ganz am Anfang unserer Zusammenarbeit einen Satz zu mir gesagt, der mir bis heute immer wieder im Kopf ist: „Wenn es einfach nicht geht, geht’s einfach nicht.“ Dabei heißt es nicht, dass es einfach ist, den Wohlfühlkörper zu erreichen, sondern, dass es nicht schwer sein sollte. Finde heraus was du gern machst, welche Talente du hast oder wer dich auf dem Weg zum Wohlfühlkörper begleiten kann. Es muss nicht immer der Personal Trainer sein. Manchmal ist ein Freund oder eine Freundin mit ähnlichen Zielen, eine gute Motivation oder ein Hund, der täglich seine Stunde an der frischen Luft braucht. Es gibt viele Möglichkeiten, den Weg leichter werden zu lassen und der wichtigste Tipp, den ich für einen Weg mit mehr Leichtigkeit geben kann, ist Klarheit: Reflektiere einmal, was dich am meisten motiviert und dir hilft, klare Ziele zu definieren. Je genauer du Ziele definieren kannst, desto besser kommst du auch durch die schwierigeren Phasen auf deinem Weg. Und wenn es eine Sackgasse ist, dann such dir einen Mentor / Begleiter, der dir hilft, wieder auf den Weg zu kommen.

Letzte Frage: Wie hältst du dich selbst gesund und fit?

Ich habe seit meinem 12. Lebensjahr aktiv Volleyball gespielt und vor ein paar Jahren den Ball beiseitegelegt. Meine zweite Leidenschaft, das Radeln, ist immer noch sehr präsent. Ob nun hier in der Leipziger Tieflandsbucht oder in den Alpen, das macht alles Spaß. Wenn ich mal nicht mit dem Rad unterwegs bin, spiele ich sehr gern Tennis oder gehe Bouldern. In meiner täglichen Bewegung ist es ein buntes Potpourri an Bewegungen. Mal intensives Krafttraining und dann wieder eine Runde Yoga – ich bin viel zu neugierig, um nur bei einer Sache zu bleiben.  

 

 

 


Kompetenzen auf dem Prüfstand

Einen Raum zum Wohlfühlen zu schaffen gehört ebenso zu seinen Stärken wie seine beeindruckende Kompetenz, Menschen miteinander zu verbinden. Tim Bertko hat mit seinem Seminar „Psychosoziale Kompetenz im Personal Training“ wahrlich einen Raum geschaffen, indem sich Kollegen aus ganz Deutschland wohlgefühlt haben und viel von seiner Energie erleben konnten.

 

Das Besondere an diesem Workshop – es waren nicht nur Personal Trainer dabei, sondern es wurde auch die Perspektive der Klienten dargestellt. Dafür habe ich zwei meiner Klienten eingeladen an unserem Workshop teilzunehmen und uns ehrliches Feedback über unsere Arbeit zu geben.

 

 

Kurzweilig und humorvoll hat uns Tim seine Erfahrungen mit den wichtigsten Faktoren für ein wertschätzendes Miteinander zwischen Klient und Trainer aufgezeigt. Neben den klassischen psychosozialen Aspekten sind wir auch auf die fünf typischen Personal Trainer Klienten eingegangen und welche Anforderungen die jeweiligen Typen voraussetzen. In einem offenen Austausch hat sich der Workshop mit Leben gefüllt und das Fazit aller Teilnehmer war mehr als positiv. Auch meinen Klienten hat es viel gebracht und mehr Klarheit über die Art wie wir als persönliche Begleiter arbeiten, ermöglicht.

Zum Ende haben alle noch Hausaufgaben bekommen – Tim hat uns eine lange Liste mit Werten gegeben und wir sollen unsere TOP 5 erarbeiten. Total spannend und genau mein Thema.

Ich möchte noch einmal allen danken und freue mich schon auf eine Fortsetzung zum Thema „Hands-On“


Was macht den Unterschied?

Im Studio von Personal Trainer Ken Niestolik anzukommen ist ein bisschen wie die Zeit anzuhalten. Sobald man mit einem fröhlichen „Hallöchen“ begrüßt wurde und die erste Tasse Tee in den Händen hält, ist der Alltag ausgeblendet. Für Ken ist dieses Auftaktritual wichtig, um Tempo herauszunehmen und dem Klienten zu ermöglichen, abzuschalten und sich auf die bevorstehende Stunde einzulassen. Auch wird man gern schon mal mit der eigenen Lieblingsmusik begrüßt, was sofort für gute Laune sorgt.

Es sind diese kleinen Dinge, diese spezielle Aufmerksamkeit, die das Training mit Ken so besonders machen. Er holt seine Klienten auf verschiedenen Ebenen ab, schafft einen Wohlfühlraum und zeigt echtes Interesse an seinem Gegenüber.

Der Erfolg gibt ihm Recht. Sein Name ist auch über die Stadtgrenzen von Leipzig hinaus ein Garant für Qualität und Expertise. Ein guter Grund, sowohl Klientin als auch Trainer mal zu Wort kommen zu lassen.

Das sagt die Klientin:

Wie sind Sie auf Ken Niestolik gekommen?

Das ist eigentlich eine ganz lustige Geschichte: Ich hatte ein Buch über Ernährung gelesen und die Autorin dieses Buches erwähnte den Premium Personal Trainer Club. Da wollte ich wissen was das ist und hatte Ken als ein Mitglied dieses Clubs gefunden.

Wie oft trainieren Sie die Woche/ Monat und wie lange sind Sie schon bei Ken?

Wir hatten im Februar unser Einjähriges! Also seit Februar 2017 bin ich jetzt bei Ken. Da es zeitlich doch manchmal etwas eng aussieht, sind es „nur“ zwei bis drei Mal im Monat. Allerdings bekomme ich von ihm meine Zettel mit Trainingsplänen, die ich dann alle zwei bis drei Tage zu Hause mache und damit komme ich gut klar.

Warum sind Sie bei Ken? Hatten Sie spezielle Ziele oder Probleme?

Tatsächlich hatte ich Rücken- und Knieprobleme und deswegen wollte ich lieber mit einem Experten arbeiten als alleine, wo ich vielleicht noch irgendetwas schlimmer mache. Die Diagnose des Orthopäden, ich dürfe nicht mehr so viel wandern oder gar joggen, wollte ich nicht akzeptieren. Außerdem wollte ich noch ein stärkeres Immunsystem bekommen, damit ich nicht so oft krank bin. Es war schon ein gewisses Maß an Verzweiflung dabei, weil ich das Gefühl hatte, mit angezogener Handbremse durchs Leben zu gehen. Von Beginn an haben wir Stärke und Stabilität als Ziele gesehen.

 

War das Training schon Erfolg bringend? Merken Sie Verbesserungen im Alltag/ Freizeit?

Auf jeden Fall! Gerade zur Winterzeit lag ich normalerweise immer krank im Bett, aber ich bin hier und trainiere. Mein Immunsystem hat sich klar verbessert. Meine Knie machen auch nicht mehr solche Probleme. Und allgemein hat sich wirklich die Lebensqualität stark verbessert. Ich bin viel quirliger, traue mir wieder mehr zu, nehme mir meine Auszeiten zum Wandern, was ich mittlerweile ziemlich schmerzfrei kann.

 

 

Welche Merkmale sollte ein guter Trainer haben für Sie haben? Treffen diese auf Ken zu?

 

Oh. Jetzt muss ich aufpassen, was ich sage (lachen). Ganz wichtig ist mir Fachkompetenz. Das spiegelt sich natürlich auch in der Trainingsqualität und Trainingsvielfalt wider und das trifft vollkommen auf Ken zu. Es ist sogar so, dass er fachübergreifend sehr viel weiß. Man kann mit ihm einfach über alles sprechen und das ist schon sehr angenehm. Der Punkt, den viele Trainer vergessen, ist, dass die Psyche eine enorme Rolle spielt. Das erste Mal hierhergekommen, da dachte ich natürlich, dass es sofort mit Training losgeht. Aber dem war nicht so. Ich glaube, dass wir bestimmt erst in der dritten oder vierten Einheit überhaupt richtig körperlich trainiert haben. Und jetzt, wenn ich merke, dass ich überhaupt keine Lust habe oder ich einfach sehr gestresst bin, merkt das Ken gleich und passt darauf auch sein Training an. Da sieht das Training auch mal etwas entspannter aus. Ich denke, dass diese Empathie genau das ist, was nur wenige Trainer so gut beherrschen. Außerdem ist Ken auch immer ansprechbar. Egal zu welcher Tageszeit, man kann ihn immer erreichen, selbst in seinem Urlaub. Ich bin kürzlich starke Schmerzen im Rücken. Ken war zu dem Zeitpunkt in den Alpen, aber wir haben trotzdem eine halbe Stunde miteinander telefoniert. Das hatte mir zu dem Zeitpunkt echt gutgetan.

Wie beschreiben Sie das Verhältnis zwischen Ihnen als Klientin und Ken als Trainer?

Unser Verhältnis ist ziemlich gut und auch recht vertraut. Das bleibt nicht aus, wenn man so nah zusammenarbeitet, weil z.B. die Bewegungsausführung korrigiert wird oder man in den Genuss seiner fabelhaften Thai Massage kommt. Darüber hinaus ist Ken für mich auch eine Vertrauensperson, weil wir ja auch viel reden und er mit meinem seelischen Ballast konfrontiert wird. Insofern gibt es zwischen uns auch eine emotionale Nähe, die mir wichtig ist, weil ich mich sonst nicht wohl fühle und mich nicht darauf einlassen kann. Der Trainer sieht dich ja nicht nur in deinen besten Phasen. Sich zu öffnen geht nicht ohne Vertrauen. Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass die Grenzen zwischen Trainer und Klient klar sein müssen. Auch wenn man sich mit Zeit anfreundet und sich privat austauscht, bleibt Ken in erster Linie mein Trainer, vor dem ich großen Respekt habe. Da musste ich auch noch dazu lernen, das richtig zu trennen.

Auch für den Trainer ist jeder neue Klient der Auftakt einer neuen Reise. Im zweiten Teil der Reihe "Was macht den Unterschied? Erfolg im Personal Training erzählt aus zwei Perspektiven." stellt Ken Niestolik seine Erfahrungen vor.