Workshop | FDM im Personal Training

Im Februar kommt Kristina Linn als Expertin nach Leipzig und gibt uns einen Einstieg in das Thema FDM (FaszienDistorsionsModell) und deren Einsatz im Personal Training. Ein spezielles Augenmerk liegt hierbei auf der Sprache des Schmerzes - jeder Schmerz hat eine andere Körpersprache. Lerne die Schmerzen deinen Klienten, Patienten oder Kunden besser zu verstehen.

Das FDM wurde erstmalig vom amerikanischen Arzt und Osteopathen Stephen Typaldos D.O. beschrieben.
Als Ursache von Beschwerden werden im FDM Verformungen (Distorsionen) des Bindegewebes (Faszien) gesehen.
In dem Workshop lernen die Teilnehmer, diese Distorsionen zu lesen/verstehen und zahlreiche Möglichkeiten diese, teils unter Einsatz von Equipment, im Training zu beseitigen.

Inhaltliche Stichpunkte/Agenda:
1. Grundlagen des FDM
2. Erklärung der 6 Distorsionen
3. Kriterien zum Auffinden von Distorsionen (Körpersprache, subjektive Beschwerden, Mechanismus der Entstehung, objektiver Befund)
4. Fragenkatalog
5. Anwendung des FDM im Training

Zeitplan:
Workshop findet am 16. und 17. Februar 2019 statt.

Tag 1 | 9.00 – 18.00 Uhr
Tag 2 | 8:30 – 14.00 Uhr

Voraussetzungen:
Interesse an individueller Körperarbeit und Regulation
Erfahrungen im Umgang mit Schmerzthematiken

Investition:
450,- Euro (incl. MwSt.)
Im Preis enthalten sind Getränke (Tee, Wasser) und kleine Snacks

Frühbucher bis zum 28.12.2018 für 395,- Euro.

Anmeldung bitte per Mail an info@kenniestolik.de


Tim Bertko - Personal Trainer Berlin

Wer ist Tim Bertko?

Tim Bertko ist Personal Trainer mit eigenem Studio in Berlin. Er arbeitet mit Menschen, die ihre persönliche Fitness steigern und ihre Gesundheit erhalten oder wieder aufbauen möchten. Sein fachlicher Rat und Einsatz werden oft in der funktionellen Prävention, der Therapie und Rehabilitation gesucht. Tim Bertko ist ausgewiesener Spezialist bei Rückenproblemen. Sein intensiver, ganzheitlicher Kompetenz-Mix sichert zusammen mit der therapieorientierten Ausstattung des Studios ein Personal Training auf höchstem Niveau. Tim Bertko ist Mitglied im PREMIUM PERSONAL TRAINER CLUB und verfügt über ein weites Netzwerk. Zudem bildet er Trainer u.a. in sensiblen Bereichen wie Soziale Kompetenzen und dem richtigen Hands On im Personal Training weiter. Tim engagiert sich auch in sozialen Projekten, insbesondere in der Hilfe für das Project Nepal und für »Laughing Hearts« wofür er 2017 den NEOS Award für gesellschaftliches Engagement und Nachhaltigkeit erhielt.

Welchen Nutzen ziehen die Kunden von mir?

Meine Kunden erhalten einen Teamplayer mit Herz und Empathie für Rücken- und generelle Schmerzprobleme. Gemeinsam schaffen wir einen Wohlfühlraum, in dem sie sich verstanden und angenommen fühlen dürfen. Somit können wir gemeinsam die großen Herausforderungen auch einmal augenzwinkernd betrachten. Damit gewinnt auch das Vertrauen in den eigenen Körper wieder an Stärke und gutes ehrliches Training und Bewegungsvielfalt sind möglich. Zudem wird viel gelacht, zugehört oder ernst diskutiert.

Wie halte ich mich fit?

Klassisches Eisentraining, etwas Laufen oder lange Wanderungen in den nepalesischen Bergen. Zudem das Übliche, was sicherlich die meisten Menschen schätzen: Zeit mit Familie und Freunden, intensiver Austausch über das Leben bei gutem Essen, Reisen und auch mal das Leben so richtig feiern.

Lieblingsbuch?

Schwierig zu nennen. Über die Jahre hinweg habe ich zu bestimmten Lebensphasen so einige Bücher verschlungen. Ich stell mir die Frage anders: Welches Buch würdest immer wieder lesen wollen?

„Ausgebrannt“ von Andreas Eschbach. Mich faszinieren Vorstellungen und Gedanken a la: Was wäre wenn…? Eschbach schafft es für mich, in diesem Buch die nahe Zukunft in mir real werden zu lassen.

Motivation?

Unterschiedliche Menschen zu verschiedensten Lebensphasen kennenzulernen. Ihnen etwas beibringen zu können, zusammen etwas bewirken, was oftmals über das eigentliche Personal Training hinausreicht. Aber schlussendlich sind es zumeist folgende Kernaspekte, die Menschen gemeinhin zu mir führen: die Suche nach Motivation, Unterstützung, Rat und einem verlässlichem Partner.

Eine Klientin (67 Jahre, aus Israel) kam mit akuten Knieproblemen spontan in mein Studio. Es kristallisierte sich sofortige Empathie und Vertrauen zwischen uns beiden heraus. Nach nur 4 Wochen war sie wieder soweit schmerzfrei, dass lange Spaziergänge, ihre geliebten Ausflüge in die Museen und Konzerthäuser ohne Hemmungen möglich waren. Unsere Gesprächsthemen gingen weit über den übliche Small Talk hinaus. Gemeinsame Abendessen in ihrer Wohnung zusammen mit ihrem Mann und Enkel, den ich ebenfalls mal sportlich „ran nehmen“ durfte, gingen teilweise bis tief in die Nacht. Solch eine Freundschaft und Wertschätzung ist unbezahlbar.
Das erfolgreiche Begleiten von drei Krebspatienten vor und nach deren Chemotherapien ist eine ebenso intensive Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

Zitat:

„Die Welt ein immer wieder bisschen besser machen – das kann jeder. Und schon gelingt etwas Großes.“

 

Kontakt

Tim Bertko Personal Training
Spenerstraße 1 | 10557 Berlin/Moabit

https://timbertko.com/ | mail@timbertko.com

 


Warum guter Schlaf so wichtig ist

Vor kurzem habe ich bereits über die Anzeichen von Stress geschrieben und wie wichtig es ist, auf diese Frühwarnsignale zu achten.

Wenn der Stress aber nun einmal da ist, brauchen wir dringend Methoden, um aus der Anspannung in die Entspannung zu kommen. Mit einer normalen Dosis Stress kann der Körper gut umgehen, sonst wäre auch keine Entwicklung möglich. Für große Leistungen brauchen wir diesen Energieschub. Wenn jedoch die Energiebilanz zu Ungunsten der Entspannung kippt, hat unser Parasympathikus, also der Taktgeber für Erholung und Regeneration das Nachsehen.

Menschen sollten jede Nacht mindestens 5 Stunden schlafen
Laut Forschung braucht der Mensch mindestens 5 Stunden Schlaf jede Nacht um gesund zu bleiben.

Wie jemand am besten entspannen kann, ist absolut individuell. Der eine kommt besser zur Ruhe, wenn er in Bewegung ist, aktiv entspannt. Anderen tut es gut, innezuhalten und durch bestimmte Entspannungs- oder Atemübungen die Anspannung loszulassen. Wichtig bei allen Maßnahmen ist eine regelmäßige Durchführung. Gerade bei Entspannungsübungen wie Meditation dauert es eine gewisse Zeit, bis der Geist so konditioniert ist, dass man zu jeder Zeit und jeder Situation darauf zurückgreifen kann. Hier macht auch Übung den Meister.

Allem voran und absolut existenziell für einen gut funktionierenden Organismus ist Schlaf. Ohne ausreichend und vor allem guten Schlaf gibt es keine Regeneration, keine Energie für den nächsten Tag, keine Leistungsfähigkeit und vor allem keine gute Laune. Die Forschung sagt, dass wir mindestens 5 Stunden Schlaf benötigen, um gesund zu bleiben. Nachts wird im Körper aufgeräumt. Reparationsprozesse finden statt, Stoffwechselfunktionen werden überprüft und angepasst, Immun- und Nervensystem sowie Muskeln und Knochen schalten auf Wachstum und Erholung. Alte abgestorbene Zellen werden gegen neue getauscht, beschädigte Zellen entsorgt.

Neben diesen körperlichen Funktionen ist auch das Gehirn maßgeblich von gutem Schlaf abhängig. Alles, was wir über den gesamten Tag erlebt, gesehen, gefühlt und wahrgenommen haben, kommt nachts quasi nochmal auf den Tisch. Das Gehirn verarbeitet all diese Informationen und sortiert sie für sich. Auch Dinge, die wir neu erlernt haben, z.B. beim Lernen für eine Klausur oder Bewegungsabläufe beim Tanzen, werden durch immer wieder durchgespielt und so gefestigt.

Meditation ist eine gute Entspannungsübung
Es braucht eine gewisse Zeit um Entspannungsübungen wie Meditation jederzeit einsetzen zu können.

Wichtig ist, auf die Signale des Körpers zu achten. Gerade in stressigen Phasen fällt das schwer, man verliert irgendwie das Gefühl für sich selbst. Vor allem dann ist es wichtig, sich die Ruhe zu gönnen und nicht gegen die „innere Uhr“ zu arbeiten. Wir sollten also dem Parasympathikus, dem Entspannungschef, die Möglichkeit geben, voll einsatzfähig zu sein. Zusammen mit dem Nachthormon Melatonin, das ausgeschüttet wird, wenn es dunkel wird (weg mit Mobiltelefon und Tablet!!), geleitet er uns ins Land der Träume. Die Muskeln entspannen sich langsam, die Körpertemperatur nimmt ab, der Herzschlag wird langsamer und der Blutdruck sinkt. Fast alle Funktionen (Ausnahme ist z.B. die Verdauung), werden gedrosselt, um in Regerationsmodus umzuschalten. Dafür benötigen wir das Wachstumshormon. Es wird vor allem während des Tiefschlafs ausgeschüttet und regt u.a. die Bildung neuer Körperzellen an.

Was passiert nun, wenn wir keine innere Ruhe haben, die Gedanken weiter kreisen, die Listen im Kopf nicht kürzer werden, unangenehme Gespräche zu endlosen Dialogen im Kopf führen und sich einfach keine Entspannung einstellen will? Dann kann der Parasympathikus seine Aufgaben nicht erledigen und sein Gegenspieler, der Sympathikus gewinnt die Überhand, zusammen mit dem Stresshormon Kortisol. Normalerweise ist der Kortisolspiegel nachts am niedrigsten, erst in den Morgenstunden steigt er, um uns für den Tag vorzubereiten. Das Ergebnis? Wir sind tagsüber gestresst und abends, wenn wir uns erholen wollen, lässt das Kortisol immer noch nicht nach. Dauerstress oder chronischer Stress können die Folge sein. Die Folgen sind bekannt: Infektanfälligkeit, Herz-Kreislaufprobleme bis hin zu Depressionen und Erschöpfungszuständen.

So kommst du gut in den Schlaf:

So langweilig es klingt, aber Rituale und Struktur tun uns gut. Und zwar auch schon am Tag, nicht nur abends. Wir kommen auch viel besser zur Ruhe, wenn wir nicht mit dem Hochgeschwindigkeitszug in den Abend rasen, sondern mit der gemütlichen Dampflok. Also nicht unter Strom stehend ins Bett, sondern vorher schon für Ruhe und Ausgeglichenheit sorgen. Das kann z.B. bedeuten, am Vorabend bereits den folgenden Tag in Gedanken durchzugehen, sich wichtige Dinge zu notieren, damit man sich nicht nachts damit herumquält. Beruhigend wirken auch Atemübungen. Tief ein und ausatmen und sich dabei vorstellen, dass der Körper immer schwerer wird und nahezu in der Matratze versinkt.

Schlaf ist existenziell für unsere Gesundheit
Ausreichender und ruhiger Schlaf ist absolut wichtig für einen gut funktionierenden Körper.

Wichtig für guten Schlaf ist die richtige Ernährung. Auf einem fetten Schweinebraten am Abend träumt sich's schlecht. Ebenso so sollte man abends auf übermäßig Obst und rohes Gemüse bzw. Salat verzichten. Was gut und gesund gemeint ist, kann zu Gärungsprozessen im Körper führen. D.h. obwohl wir keinen Wein oder Bier getrunken haben, muss die Leber Alkohol „verarbeiten“.

Wer gern gepflegt ein Glas Wein trinken möchte, kann das durchaus mal tun, sollte es jedoch bei einem Glas belassen. Zuviel Alkohol macht zwar erstmal müde, stört dann allerdings den Ablauf der Tiefschlaf- die Traumphasen. Das Ergebnis, meist bleierne Müdigkeit, merken wir am nächsten Morgen.

Besonders zu empfehlen ist moderates Ausdauertraining. Den Puls in die Höhe zu jagen verursacht Stress, den wir nicht haben wollen. Sportarten wie Schwimmen, Walken oder Radfahren bei einer moderaten Herzfrequenz helfen, Stress abzubauen, sorgen für einen klaren Kopf und ein angenehmes Gefühl von Erschöpfung.
Auf die wichtigsten und effektivsten Entspannungsübungen gehe ich im nächsten Teil meiner „Stress“ Reihe ein.


10 Jahre | Personal Trainer Ken Niestolik

Aus meiner Vision wurde Wirklichkeit und nun durfte ich am Samstag, den 29. September 2018, ein fantastisches Jubiläum feiern. Seit nunmehr 10 Jahren bin ich als Personal Trainer tätig. Wenn das kein Grund zum Feiern ist. Meine wichtigsten Begleiter - meine Klienten sowie meine engsten Vertrauten und Kollegen sollten unbedingt dabei sein.

Gemeinsam haben wir in den letzten Jahren trainiert, gelacht, geweint, gekocht, diskutiert, faxen gemacht, Lösungen gesucht, gemeinsam neue Wege gestaltet und so vieles mehr. Ich bin mir sicher, dass da auch noch so vieles mehr kommen wird. Darauf freue ich mich. Aber das, was ich an dem Tag an Wertschätzung, Freude und Dankbarkeit gespürt habe, hat mich schlichtweg überrollt. Selten war ich so sprachlos und ergriffen.

Über 80 Menschen sind meiner Einladung gefolgt und noch mehr waren in GedanKEN an diesem Tag bei mir. Dazu hat sich mein Personal Trainer Studio in eine Galerie von Leipziger Künstlern verwandelt. Meine Idee war es, einen neuen Raum schöner Momente zu schaffen und allen Gästen neue Perspektiven zu bieten. Dafür konnte ich die Leipziger Fotografen Joachim Rosse und Philipp Kirschner sowie den wunderbaren Bildhauer Felix Hafner für mein Jubiläum gewinnen. Bei entspannter elektronischer Livemusik und einem tollen Buffet von Dana Burde konnten wir die Kunstwerke bestaunen.

 

Es war ein Tag zum Genießen, Feiern, Tanzen, Lachen und schöne Werke anschauen. Und es war ein perfekter Anlass um Danke zu sagen, dass alle diesen Weg mit mir gehen und mich immer wieder dazu bewegen, mich weiterzuentwickeln.

 


Petteri Korkala | HucoSport

Wer bin ich? Was machst du?

Ich bin Petteri Korkala, Geschäftsführer und Inhaber von huco sport aus Finnland, geprüfter Personal Trainer (Finnland), früherer Fußballer, Marktforscher und Unternehmenscoach. Seit 8 Jahren bin ich wieder im Sportbereich mit den huco-Profilen für Breiten- und Leistungssport als auch im BGF tätig.

Beschreibe kurz dich und dein Business (Firmenname, Produkt, Service)

Huco sport entwickelt unterschiedliche Profile für unterschiedliche Zielgruppen. Die huco-Profile zeigen die Denkmodelle und Handlungsgewohnheiten der Menschen bezüglich des Sports und aktiven Lebens. Für Sportler sind die Profile die Motivation unterstützende Werkzeuge für das Selbstverständnis oder anders gesagt, die Profile sind Augenöffner. Mit Hilfe der Profile weißt Du, wie Du z.B. mit einer Lebensstilveränderung beginnen solltest oder Deinen schon aktiven Lebensstil verstärken kannst.

Für den Trainer sind die Profile Werkzeuge, womit er besser und zielgerichteter mit Dir arbeiten kann.

Welchen Nutzen ziehen die Kunden/Klienten?

Die Profile unterstützen beim Finden des passenden Trainingsstils. Oft fängt man an so zu trainieren, wie es Freunde tun oder wie jemand es in einer "Sportzeitschrift" vorschlägt. Dies passt jedoch oft nicht zu dem eigenen, persönlichen und bevorzugten Art.

Das Profil hilft Dir dabei u.A. Ziele Dir passend zu setzen, den Fortschritt Dir passend zu messen und das Training Dir passend zu planen. Und wen Dein Trainer das kennt, fühlt sich das ganze Training und

alles drum herum noch besser, wie für Dich maßgeschneidert.

Das Profil hilft auch, die Aktivitäten zu finden, die in der psychologischen Komfortzone liegen und das führt zu Erfolgserlebnissen. Die eigenen Sportaktivitäten können variiert werden. Somit wird auch die eigene Komfortzone ausgedehnt und mögliche Stolpersteine werden erkannt.

Was war dein schönster Moment in letzter Zeit bei deiner Arbeit?

Das war in Köln, wo ich bei einem Personal Trainer einen huco-Profilabend für seine Kunden moderierte. Nach der Veranstaltung kam ein Mann, um die 40 Jahre, zu mir und sagte: „Petteri, vielen Dank, du konntest das Selbstschuldgefühl von mir wegnehmen.“ Ich fragte nach und er erzählte, dass er schon sehr lange versucht hat, regelmäßig Sport zu treiben. Bevor er zum PT gekommen war, hatte er Trainingspläne aus Internet oder Fachzeitschriften genommen. Diese hatte er aber immer nur 4-6 Wochen durchführen können, wonach die Motivation verloren war und er sich gewundert hatte, warum das so ist und sich selbst schuldigt gefühlt. Nun, nach dem er sein huco-Profil bekommen hat, weiß er, dass beim ihm alles bestens ist, er braucht nur anders aufgebaute Trainingspläne.

Welche Motivation steckt hinter deiner Arbeit?

Meine Motivation für meine Arbeit kommt einfach dadurch, anderen Menschen beim aktiven u

nd gesunden Leben helfen zu können. Wenn ich sehe, dass die Profile bei den Menschen zu echten Ahaa-Erlebnissen führen und sie fangen an, über das eigene Tun bzw. Nicht-Tun zu denken, bin ich sehr zufrieden.

Wie hältst du dich fit?

Ich liebe Vielseitigkeit und Abwechslung, auch beim Sport. Durch meine Reisetätigkeit habe ich meistens meine Laufschuhe und Slingen bzw. Wiederstandsbänder in meiner Tasche dabei, sodass ich überall Trainieren kann. Zuhause fahre ich viel (Renn-)Rad. Als „gelber Sportler“ im huco-Profil brauche ich für meinen Sport ein Ziel, welches in der Zukunft liegt. Oft ist das bei mir ein Sportevent. Je nach dem welches Event das ist, beeinflusst das auch meine Trainingsaktivitäten für mehrere Monate.

Was ist dein Lieblingsbuch?

Das kann ich nicht sagen. Ich lese sehr viel und wenn ich aus irgendeinem Grund kein Buch parat habe, fühle ich mich „verloren“. Ich versuche abwechselnd unterhaltsame und Sachbücher.

Welches Zitat beschreibt dich am besten?

Immer wieder etwas Neues wagen.

 

Web: www.hucosport.comwww.huco.fi

 

 


#LesenBewegt: Jan Frodeno - Eine Frage der Leidenschaft

Jeder, der sich in den letzten Jahren mit Triathlon auseinandergesetzt hat, ist zwangsläufig mit dem Namen Jan Frodeno in Berührung gekommen. Der Ausnahmeathlet hat in den letzten Jahren viele Titel gewonnen, darunter die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen oder den ersten Platz beim IRONMAN auf Hawaii.

Für uns als Personal Trainer und immer noch begeisterte Sportler sind die körperlichen wie auch mentalen Leistungen, die Jan Frodeno Jahr für Jahr leistet, sehr beeindruckend. Timo Bartel, der selbst viele Jahre intensiv im Triathlon aktiv war und mehrere Wettkämpfe über die Kurz- und Langdistanz erfolgreich absolviert hat, kennt die Voraussetzungen nur zu gut. Für mich als Volleyballer und ambitionierter Radsportler ist der Triathlon eine wunderbare Möglichkeit, Bewegung, Wettkampf und mentale Leistung zu kombinieren.

Genau diese Themen greift Jan Frodeno in seinem neuen Buch auf. Er schreibt sehr anschaulich über seine Anfänge als Rettungsschwimmer, seine ersten Radrennen und die prägenden Momente und seine Begleiter, die ihn zum Triathlon Sport gebracht haben. Neben seinen Erfolgen bei Welt- und Europameisterschaften und den Olympischen Spielen durchlebt er auch Momente des Zweifels und stellt vieles Infrage. Er erlebt prägende Rückschläge und findet doch seinen Fokus zurück.

Eine Aussage im Buch ist uns dabei besonders im Gedächtnis geblieben:

„Es gibt niemanden, der für dich den Schalter im Kopf umlegen kann. Du musst es ganz allein machen. Du musst die Grenzen in deinem Kopf selbst verschieben – nach vorne.“

Aus unserer Sicht ist diese Aussage nicht nur für einen Leistungssportler zutreffend, der 3,8km schwimmt, 180km Rad fährt und dann noch einen Marathon läuft. Auch bei uns im Alltag ist das eine wichtige Erkenntnis. Dabei muss man das nicht mit sich alleine ausmachen, sondern braucht vielleicht einen Vertrauten, einen Trainer oder einen Partner. Ohne diese Weggefährten wäre er auch nicht so erfolgreich. Jeder von uns braucht ein Team aus Familie, Freunden, Trainingspartnern und vor allem Menschen die uns in schwierigen Situationen Halt und Zuversicht geben.

Das Buch ist eine wunderbare Geschichte eines Leistungssportlers, der mit sehr viel Leidenschaft, Siegeswille und Optimismus die Weltspitze erklommen hat. Er fasst es schön zusammen: „Ich habe keinen Plan B – also muss Plan A funktionieren.“

 

Hier gibts noch den Link zum Buch:

https://www.ryzon.net/collections/frodissimo/products/jan-frodeno-eine-frage-der-leidenschaft


Stress - Verstehst du deinen Körper? (Teil 1)

Brrrring, bzz bzz, beep beep beep – wenn uns eine Nachricht erreicht, schauen wir gern sofort auf unser Telefon. Unsere Lieblingsmarke kündigt ein neues Produkt an – wir können es kaum erwarten und sind die ersten, die "auf der Matte stehen". Doch was ist, wenn unsere Kopfschmerzen nicht nachlassen? Der Schlaf einfach nicht erholsam ist oder der Rücken permanent schmerzt? Eindeutige Signale, die wir gern lange ignorieren, niedriger priorisieren oder gar nicht erst wahrhaben (wollen).

Dabei ist unser Körper ein schlaues Kerlchen. Er ist lange Zeit geduldig mit uns und unseren tagtäglichen Entscheidungen, die wir viel zu oft gegen ihn treffen. Wie ein fürsorgliches Elternhaus bügelt er Dummheiten glatt und gibt uns so Sicherheit. Doch auch der Geduldigste hat mal die Nase voll, wenn er immer wieder getriezt oder ignoriert wird. Auf die Warnsignale, die der Körper dann aussendet, sollte man besser genau hören.

Es ist spannend, dass einige der Symptome direkt Einzug in die Alltagssprache gehalten haben. Uns schlägt das Herz bis zum Hals. Wir haben die Nase voll. Das schlägt mir auf den Magen. Diese Beispiele zeigen, dass sich Körper und Psyche kaum trennen lassen. Das Gegenteil ist der Fall, beides steht in ständiger Wechselwirkung und kann Einfluss auf das jeweils andere haben. Der Mensch ist eine ziemlich intelligent ausgetüftelte Einheit und ein Wunderwerk an Funktionen. Kommt es zu Veränderungen, ob positiv oder negativ, ist das gesamte System betroffen. Umso wichtiger ist es, genau hinzuhören, wenn mir mein Körper etwas mitteilen möchte. Und mich dann eben auch zu fragen, warum ich denn die Nase voll habe. Was sagt mir mein Immunsystem damit? Was sagt es mir, wenn die Verdauung nicht funktioniert. Oder ich seit längerem schon niedergeschlagen, gar deprimiert bin.

 

Die WHO sagt, „Gesundheit ist ein Zustand völligen psychischen, physischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheit und Gebrechen.“ Damit wir uns wohlfühlen, müssen wir lernen, auf die Frühwarnsignale Acht zu geben, sie zu erkennen und auch ernst zu nehmen. Vor allem stressige Phasen können die Auswirkungen auf die Gesundheit verstärken:

 

  • Gehirn: Verschiedene Hirnareale besitzen Rezeptoren für das Stresshormon Cortisol und werden unter Stress von diesem beeinflusst, z.B. das limbische System, zuständig u.a. für Emotionen und der Bewertung von Stressoren oder der präfrontale Kortex, der an zielgerichtetem Handeln und Entscheidungsprozessen beteiligt ist. Bei chronischem Stress sind diese Areale dauerhaft betroffen und können damit Emotionen, die Gedächtnisleistung, Entscheidungsfindung und Wahrnehmung verändern. Da das Gehirn auch das zentrale Organ für die Stressreaktivität ist, d.h. wie man auf Stress reagiert bzw. was man als Stress wahrnimmt, ändern sich mit andauerndem Stress auch die Bewältigungsmöglichkeiten, die einem Menschen zur Verfügung stehen. Man kann schlichtweg schlechter mit Stress umgehen. Eine andauernde Überforderung kann somit zu Erschöpfung und Depressionen oder Angststörungen führen.

  • Nebennierenrinde: Hier findet über ein ausgeklügeltes System die Cortisolausschüttung statt. Über den Blutkreislauf gelangt Cortisol zurück ins Gehirn und sendet dort den Impuls, dass weniger Cortisolproduktion angeregt werden muss. Wenn dieser Feedbackmechanismus aufgrund von dauerhaft erhöhten Stress- und Cortisolwerten nicht mehr richtig funktioniert, kommt kein Signal im Gehirn an und Cortisol wird weiterhin produziert. Der Stress wird chronisch.
  • Immunsystem: Andauernder Stress wirkt sich negativ auf das Immunsystem aus. Er reduziert die Abwehrzellen und kann damit entzündliche Vorgänge im Körper auslösen und die Entstehung von Krankheiten begünstigen.
  • Muskulatur: Durch einen anhaltenden erhöhten Muskeltonus kann es unter anderem zu Verspannungen und Schmerzen, z.B. im Nacken und Schulterbereich, und im weiteren Verlauf zu Kopfschmerzen und Schwindel kommen.
  • Blutgefäße/Herzerkrankungen: Es bestreitet wohl kaum jemand, dass Stress ein wesentlicher Faktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist. Erhöhter Blutdruck verändert auf Dauer die Blutgefäßwände und ruft damit entzündliche Reaktionen hervor. Außerdem erhöhen Veränderungen in der Blutgerinnung die Gefahr einer Arterienverkalkung und damit einer möglichen Herzinsuffizienz.
  • Darm: Die verminderte Blutversorgung (weil das Blut unter Stress an anderen Stellen gebraucht wird) macht die Magen- und Darmschleimhaut anfälliger für Geschwüre und drosselt die Verdauung. Verstopfung kann eine Folge sein.

Stress lässt sich nicht immer vermeiden. Unser Körper ist jedoch sehr gut darauf eingestellt, mit kurzfristigen Stressphasen umzugehen. Nur müssen wir heute nicht mehr vor dem viel zitierten Säbelzahntiger flüchten oder uns zum Kampf bereit machen. Die Anforderungen im Alltag sind komplexer, die an sich selbst meist überzogen. Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir im Alltag nicht den klaren Blick verlieren, ein Gefühl dafür entwickeln, was uns guttut und wie man richtig abschalten kann, damit man nicht in den Strudel aus „ich muss nur mal schnell“, „mach ich gleich“ und „einer muss es ja machen“ gerät. Sonst kommt der Säbelzahntiger mit seinem ganzen Rudel und lässt uns keine Ruhe!

Das Säbelzahntiger-Rudel ist schon da? Ihr habt das Gefühl, über keine geeigneten Mittel und Methoden im "Kampf gegen den Stress" zu haben? Sprecht mich einfach an – ich unterstütze euch gern!

Euer Ken

 


Das schaffst du NIE!

„Egal, ob du denkst, du schaffst es oder du schaffst es nicht, du wirst Recht behalten.“ – Henry Ford

Stimmt doch, oder? Schon als kleine Kinder wurde uns versichert, wenn man nur ganz fest an etwas glaubt, geht es in Erfüllung. Nur dachten wir damals an Pferde oder eine Karriere als Profifussballer. Mit dem Älterwerden zeigt sich vor allem, wie negative Glaubenssätze unsere Entwicklung beeinflussen.

Manche nimmt man ganz bewusst wahr. Wer als Schulkind im Sportunterricht immer als letztes in die Mannschaft gewählt wurde, wird wahrscheinlich keine Lust an Bewegung entwickeln und sich sagen, er oder sie wäre eh unsportlich. Warum dann quälen? Unbeantwortet bleibt die Frage, ob vielleicht eine andere Sportart genau das Richtige gewesen wäre. Oder Bewegung ohne Leistungsgedanken erfüllend sein kann, z.B. Wandern gehen oder mit Freunden Tischtennis spielen. Manch einer möchte gern singen. Wenn von klein auf suggeriert wird, dass man das nicht kann, wird der Wunsch immer unerfüllt bleiben und nur die Dusche oder das Auto sind Zeugen von inbrünstigen Gesangsdarbietungen.

Weitaus schwieriger sind die unbewussten Glaubenssätze zu greifen und entdecken. Speziell beim Thema Übergewicht sind es oft noch andere Faktoren als bloße Fehl- bzw. Überernährung. Zusätzliche Kilos können auch einen Schutz darstellen, weil das Innerste der Person verletzt wurde. Du bist nicht gut genug! Du leistest nicht genug! Aus dir wird nie etwas werden! Nur dünn bist du liebenswert. Mit diesen Glaubenssätzen wird der Körper das überflüssige Gewicht nicht loslassen. Im Gegenteil, er wird sich daran klammern, bis er keinen Grund mehr für diese Schutzschicht hat.

Glaubenssätze beeinflussen unser Leben. Sie können uns voranbringen oder bremsen. Unbewusst suchen wir Situationen auf, die unsere Glaubenssätze bestätigen, um dann sagen zu können: “Hab ich doch gewusst.” Dieses Festhalten an negativen Gedanken hindert uns daran, ein erfülltes Leben zu führen und Träume einfach einmal anzugehen, Neues zu entdecken oder die eigene Komfortzone zu verlassen. So können wir unser Potential nicht ausschöpfen.

Die gute Nachricht? Diese Glaubenssätze sind ein erlerntes Verhalten, das man wieder verändern kann. Dazu ist es wichtig, sich dieser Muster bewusst zu werden und sie im ersten Schritt auch anzuerkennen.

Die Situationen, aus denen diese Glaubenssätze resultieren, sind womöglich längst vorbei, aber das Muster ist geblieben. Wer an diesem Punkt bereits defensiv bleibt, kann keine Veränderung herbeiführen. Hat man seine persönlichen (hinderlichen) Glaubenssätze erkannt, gilt es, diese wertzuschätzen. Sie waren lange Zeit Teil des Lebens, haben möglicherweise auch viele positive Aspekte gehabt. Oder Teile davon helfen heute noch.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, irrationale Glaubenssätze aufzulösen. Das ist zum einen abhängig von den Methoden, die ein Coach anwendet, muss aber auch immer in Rücksichtnahme auf die seelische Konstitution des Klienten erfolgen. Vor allem hat dabei jeder sein eigenes Tempo und es kommt alles zu seiner Zeit.

Für einen ersten Einblick in diese Themen hilft es, sich bestimmte Situationen die negative Emotionen auslösen, genau anzuschauen. Denn Epiktet, ein griechischer Philosoph sagte schon: “Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben.“ Nicht die Situation selbst hemmt, stresst oder macht uns Angst, sondern wie wir sie bewerten. Glaubt man, dass es ohnehin keinen interessiert, was man zu sagen hat, macht der Gedanke an einen Vortrag, den man im beruflichen Kontext halten muss, ziemlich große Angst. An diesem Punkt kann der Coach ansetzen und mit dem Klienten zusammen schauen, welche Ressourcen dieser hat, um mit dem negativen Gefühl umzugehen. Oder gemeinsam nach Alternativen zu suchen, die in der Vergangenheit schon gut funktioniert haben. Praktisch könnten  es bspw. Entspannungsmethoden sein oder auch ein regelmäßiges Üben vor der Familie oder Freunden. Durch Bewusstwerden dieser Möglichkeiten flacht der Stress ab und die negativen Glaubenssätze werden umgedeutet.

Glaubenssätze, sowohl positive als auch negative, haben letztendlich auch etwas mit Selbstwirksamkeit und Kontrollüberzeugung zu tun. Wenn ich denke, dass ich bestimmte Dinge nie schaffen werde und dass ich aber auch wirklich nie Glück habe, gebe ich die Kontrolle aus der Hand und überlasse anderen Personen, dem Schicksal oder dem Pech das Zepter. Habe ich jedoch den Glauben, dass ich die Dinge selbst beeinflussen kann, wird aus einem “Das kann ich nicht” ein “Das werde ich schon schaffen”. Yeah!

 


Einen Thron für den Personal Trainer bitte

Der Tag beginnt 5.30 Uhr, weil der erste Klient 6.00 Uhr zum Training erscheint. Ganz ambitionierter Trainer der ich bin, springe ich fit wie ein Turnschuh aus dem Bett, trinke vorbildlich entweder einen grünen Super-Duper-Food Smoothie oder Detox Wasser, welches mit Gurke, Zitrone oder Ingwer aufgepeppt wurde. Kraft durchströmt meinen vom vielen Training gestählten Körper und ich absolviere noch drei „Oms“, um mit voller Achtsamkeit und Dankbarkeit in einen Tag zu starten, der erst in 12 Stunden wieder enden wird. Macht aber nix, ich bin ja stets motiviert und voller Tatendrang. Immerhin bin ich doch auch ein Vorbild für meine Klienten, oder?

 

Zugegeben, das ist ein ziemlich überspitztes Bild, wie der Personal Trainer von außen wahrgenommen wird. In den sozialen Medien, auf Messen oder Fernsehsendungen wird der Übermensch Personal Trainer oft derart hochstilisiert, dass es kaum möglich scheint, er oder sie habe sich mit den gleichen Alltagssorgen oder Motivationsproblemen zu beschäftigen wie alle anderen auch. Aus Gesprächen mit eigenen Klienten weiß ich, dass mir eine allgegenwärtige Leichtigkeit attestiert wird, da ich ja eh trainiert und beweglich bin. Alles scheint einfacher für mich zu sein.

Was unterscheidet den homo superior, den Übermenschen, das Vorbild Personal Trainer denn eigentlich von seinen Klienten? Immerhin esse ich auch gern Pizza, Eis oder Schoki, trinke gern einen guten Wein, habe manchmal gar keine Lust, mich über Gebühr zu bewegen oder schlafe viel zu wenig. Genau die Dinge, die Klienten zu mir führen, weil sie in eben dieser Spirale festhängen und gesundheitliche Probleme haben. Oder einfach eine Veränderung suchen.

Natürlich gehen wir Personal Trainer nicht unbedingt mit unseren Schwächen hausieren, wir werden ja für unsere Stärken gewählt und bezahlt. Das heißt nicht, dass es sie nicht gibt. Wir sind keine Maschinen. Vor allem weil man in diesem Beruf oft als Einzelkämpfer unterwegs ist, weil man selbst verantwortlich ist für den Erfolg des Geschäftes, weil man finanziell vorplanen muss. Weil es einfach für eine Person manchmal ganz schön viel sein kann, ist die Kraft auch mal weg, die Lust am Boden und die Tränen nicht aufzuhalten.

 

Nur weil wir wissen, wie wir systematisch an eine Erkrankung oder ein Leiden herangehen und Aufbauarbeit leisten können, verschont uns das nicht vorm Leben mit seinen Stolpersteinen. Auch uns treffen Krankheiten, persönliche Tiefschläge oder Erschöpfung. Das macht es dann umso schwerer, dem Ruf als Idealbild eines Trainers gerecht zu werden. Der Klient sieht vielleicht den durchtrainierten Körper, das strahlende Lächeln, hört die motivierenden Worte. Aber nicht immer sieht er die Anstrengung und die oft jahrelange Arbeit dahinter.

Warum ich oder wir das dennoch gut können? Weil wir ganz bewusst eine Entscheidung für diesen Beruf getroffen haben! Ich kann nur dann ein guter und authentischer Trainer sein, wenn ich das, was ich sage, auch lebe und verstehe. Wenn der Klient mich als glaubwürdig wahrnimmt. Das ist ein großer Teil des Berufs. Ich verkaufe meine Kompetenz. Dazu gehört eben auch eine hohe innere Motivation. Mir darüber bewusst zu sein, dass ich meine eigenen Themen habe, die mich anstrengen, aber auch das Wissen, mit welchen Methoden ich damit umgehen kann. Wenn ich das auch dem Klienten vermitteln kann, bin ich gern ein Vorbild. Ich kann ihm vorleben und kommunizieren, dass auch mir nicht immer alles gelingt, ich kämpfen muss oder vielleicht einmal versage (in meiner Wahrnehmung). Gleichzeitig kann ich ihm aufgrund meiner Ausbildung, meiner jahrelangen Beschäftigung mit allen Aspekten rund um das Thema Gesundheit, meiner Kompetenz als Trainer das Handwerkzeug vermitteln, wie er das auch schafft.

 

Insofern rührt meine Kompetenz nicht von meiner Kraft, meiner Ausdauer, einem „perfekten“ Körper, was auch immer das ist oder der Anzahl Liegestütze, die ich schaffe, sondern von einer Entscheidung, die ich vor längerer Zeit schon getroffen habe und mit jedem Tag aufs Neue treffe. Nämlich ganz bewusst und aktiv an der Entwicklung meiner Klienten Teil zu haben, sie auf ihrem Weg zu begleiten, mein Wissen zu vermitteln und dabei menschlich und auch fehlbar zu sein.


Muskeltier Meeting Vol. 4

Gemeinsam mehr bewegen ist nicht nur eine Phrase. Danach lebe ich im Rahmen de PREMIUM PERSONAL TRAINER CLUBs und auch in Form der „Muskeltiere“. Dieses Mal fand unser Jahrestreffen in kleiner Runde bei Timo Bartel in seinen Spielräumen in Darmstadt statt.

 

Auch dieses Jahr haben wir uns Referenten eingeladen, die Experten auf ihrem Gebiet sind. Fasziniert von ihrem Workshop auf der PTC 2017, haben wir Kristina Linn gebeten, uns in einem Tagesworkshop das Faszien Distorsions Modell (FDM) vorzustellen und die damit verbundenen Anwendungsmöglichkeiten in unserer Arbeit. Durch den hohen Anteil an Praxis und aktueller Relevanz für Themen unserer Klienten haben wir extrem viel mitnehmen können und eine andere Sichtweise auf das Thema Körpersprache, Schmerzen und Beschwerdebilder bekommen. Um den Tag später schön ausklingen zu lassen, sind wir mit Decken, Essen und Bewegungsdrang in die Weinberge. Abendessen in geselliger Runde mit Blick in den Sonnenuntergang.

Bereits am nächsten Morgen stand eine weitere Referentin vor der Tür. Silke Fross hat uns eine Einführung in die BALLance Bälle gegeben. Diese wurden vergangenes Jahr bei den NEOS AWARDS zum Produkt des Jahres ausgezeichnet und sind eine wunderbare Unterstützung für die Aufrichtung der Brustwirbelsäule. In den ersten Trainings haben auch meine Klienten den positiven Effekt wahrgenommen.

Genug Weiterbildung – jetzt kommen wir fünf in den Fokus. Ebenso wichtig wie unsere Weiterbildung innerhalb der Runde ist ausreichend Zeit für uns und die Reflektion. Jeder von uns hat in den letzten Wochen und Monaten viel erlebt oder bestimmte Themen, die er in der vertrauten Runde ansprechen möchte. Das ist für mich das Einzigartige. Wir haben einen Kreis geschaffen, wo Freundschaft, Austausch und unsere Arbeit gleichermaßen Beachtung finden. Hier steckt so ein riesiges Potential drin, dass ich immer wieder begeistert bin, welche Möglichkeiten der Weiterentwicklung in solch einem intensiven Wochenende stecken.

Neben Fachwissen, Reflektion und vielen Gesprächen über Business Themen haben wir natürlich die Freude und den Genuss nicht vergessen. Es wurde viel, sehr viel, gelacht. Auch zum Leidwesen unserer Referentinnen. ?

Danke für diese wertschätzende und ehrliche Muskeltier-Runde.

 

Hier ein paar Impressionen von unserem Wochenende: